Afghanistan: Mindestens 30 Tote bei Militäroperation

8. Juni 2014, 14:45
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Einsatz soll Sicherheitslage vor Stichwahl zum Präsidentamt verbessern

Kunduz - Afghanische Sicherheitskräfte haben bei einem rund dreiwöchigen Militäreinsatz in Kunduz mindestens 30 Taliban getötet. 40 weitere seien verletzt worden, sagte der Polizeichef der Provinz Kunduz, Ghulam Mustafa Mohseni, am Sonntag. Unter den Toten sei auch ein Taliban-Kommandant.

Die Aufständischen seien in den vergangenen 20 Tagen während einer Militäroperation im Distrikt Dasht-e-Arkhi getötet worden. Der Einsatz solle die Sicherheitslage vor der Stichwahl zum Präsidentamt am kommenden Samstag verbessern. Die Taliban haben bereits angekündigt, die zweite Wahlrunde mit Anschlägen stören zu wollen.

Die afghanische Regierung hat außerdem die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte am Sonntag, es würden ab sofort mehr Sicherheitskräfte bei Wahlkampfveranstaltungen vor Ort sein. Zudem würden Abdullah Abdullah, der erst kürzlich einem Attentat auf ihn entgangen war, und sein Konkurrent Aschraf Ghani mehr Leibwächter zugeteilt bekommen. Damit solle sichergestellt werden, dass der Wahlkampf ungestört fortgesetzt werden und die Stichwahl wie geplant am Samstag stattfinden könne. (APA, 8.6.2014)

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