Peres und Abbas umarmten einander

8. Juni 2014, 19:17
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Papst Franziskus bat Gott um Hilfe, damit "im Heiligen Land die Menschen als Brüder leben können"

Vatikanstadt/Ramallah - Papst Franziskus hat am Sonntag beim Gebet für Frieden im Nahen Osten mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres und Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas in den Vatikanischen Gärten Gott um Hilfe zur Überwindung der Gewalt gebeten. "Es braucht mehr Mut für den Frieden als für den Krieg", betonte Franziskus.

Der Pontifex bat Gott um Hilfe, damit im Heiligen Land die Menschen als Brüder leben können. Zu viele Menschen seien wegen Gewalt und Krieg im Nahost gestorben. "Wir müssen dafür sorgen, dass das Opfer dieser Menschen nicht sinnlos war", erklärte der Papst. Er dankte Peres und Abbas für ihre Bereitschaft, am Friedensgebet teilzunehmen. "Ich hoffe, dass dieses Treffen der Beginn eines neuen Weges sein wird, auf der Suche nach dem, was vereint, und zur Überwindung von dem, was trennt", so der Papst.

Peres betonte in seiner Ansprache, dass Israelis und Palästinenser sehnsüchtig den Frieden wünschen. "Wir müssen der Gewalt und dem Krieg ein Ende setzen. Wir alle brauchen den Frieden. Frieden unter gleichen", so Peres. Die Suche nach dem Frieden erfordere "Opfer und Kompromiss", so Peres.

Olivenbaum gepflanzt

Abbas forderte in seinem Appell für den Frieden "Freiheit in einem souveränen und unabhängigen Staat". Er sprach sich für einen "gerechten Frieden, ein würdiges Leben und Freiheit". Sein Volk strebe nach "Sicherheit und Stabilität". Zum Abschluss der rund einstündigen Veranstaltung pflanzen Franziskus, Peres und Abbas gemeinsam einen Olivenbaum und umarmten einander.

Vor Beginn der Zeremonie hatten sich Peres und Abbas in Anwesenheit des Papstes schon herzlich in dessen Residenz begrüßt und einander umarmt. In der Residenz Santa Marta hatte sich Franziskus zu getrennten Gesprächen mit den beiden Politikern getroffen. An Bord eines weißen Kleinbusses machte sich die Gruppe danach auf den Weg zu den Gärten. Peres und Abbas wurden dort von ihren Delegationen erwartet, darunter viele Rabbiner und Imame. Die Vatikanischen Gärten wurden für das Friedensgebet gewählt, weil sich hier keine religiösen Symbole befinden. (APA, 8.6.2014)

  • Peres und Abbas setzten ein Zeichen der Versöhnung und umarmten einander.
    foto: apa/epa/peri

    Peres und Abbas setzten ein Zeichen der Versöhnung und umarmten einander.

  • Peres, Papst Franziskus und Abbas in den Vatikanischen Gärten.
    foto: ap/borgia

    Peres, Papst Franziskus und Abbas in den Vatikanischen Gärten.

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