Irakisches Militär befreit Geiseln in Universität 

7. Juni 2014, 21:57
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 Jihadisten hatten Hochschule in Ramadi gestürmt 

Ramadi - Das irakische Militär hat nach dem Sturm von Jihadisten auf die Universität der Stadt Ramadi eingegriffen. Wie irakische Medien berichteten, nahmen die Sicherheitskräfte am Samstag den Campus nach wenigen Stunden wieder ein und befreiten Studenten und Mitarbeiter aus den Händen der Bewaffneten.

Die Angreifer waren den Angaben nach Kämpfer der terroristischen Miliz Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIL/Daash).

Anführer getötet

Laut Staatsfernsehen wurden alle Geiseln befreit. Insgesamt seien 25 Jihadisten in die Universität eingedrungen. Ihr mutmaßlicher Anführer Abu Ataa al-Halabi sei von Sicherheitskräften getötet worden. Einige der Milizionäre hätten Sprengstoffgürtel umgebunden gehabt.

Die Jihadisten hatten den Angriff am Morgen gestartet. Wie das Nachrichtenportal Sumaria News meldete, sprengten sie ein Gebäude der Sicherheitskräfte auf dem Campus in die Luft sowie eine Brücke, die die Universität mit dem Stadtzentrum verbindet.

In der Provinz Al-Anbar liefern sich Aufständische seit Monaten heftige Kämpfe mit Regierungstruppen. Aus der Provinz sind nach UN-Angaben wegen der andauernden Kämpfe inzwischen mehr als 400 000 Menschen geflohen.

Mehrere Anschläge in Bagdad

In Bagdad sind am Samstag bei mehreren Autobomben-Anschlägen nach Angaben von Ärzten mindestens 60 Menschen getötet worden. Insgesamt habe es etwa ein Dutzend Explosionen in überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteilen gegeben, hieß es auch in Sicherheitskreisen. Die meisten Tote gab es bei einem Attentat in Bezirk Bayaa, als 23 überwiegend junge Männer starben. (APA, 7.6.2014)

  • Irakische Studenten flüchten vom UNiversitätsgelände.
    foto: apa/epa/str

    Irakische Studenten flüchten vom UNiversitätsgelände.

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