Vorarlberg: Neos planen drei Mandate bei Landtagswahl

7. Juni 2014, 14:06
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Landesvorstandsmitglied Gerald Loacker rechnet mit Sabine Scheffknecht als Spitzenkandidatin 

Bregenz - Die Neos haben sich bei der Vorarlberger Landtagswahl im Herbst drei Mandate zum Ziel gesetzt. Zu den Turbulenzen - zuerst wurde die Online-Vorwahl ausgesetzt, dann sprang der stellvertretende Landessprecher Chris Alge ab - meinte Landesvorstandsmitglied Gerald Loacker im Samstagsinterview des ORF Vorarlberg: "Beim Aufbau einer Organisation "gelingen einzelne Dinge, und manche gelingen nicht".

Er rechne damit, dass Landessprecherin Sabine Scheffknecht das Vertrauen der Mitglieder als Spitzenkandidatin erhalte. Die Neos nominierten Anfang der Woche 25 Kandidaten für die Landtagswahl, nun erfolgt nach einer internen Vorwahl die Vergabe der Listenplätze. Wegen der Aussetzung der Online-Vorwahl werde die Wahl durch die Mitglieder gegenüber jener des Landesvorstands doppelt gewichtet. Das Ergebnis soll Anfang Juli feststehen. Bei der nächsten Landesversammlung wolle man zudem ein 35-seitiges Vorarlberg-Programm fertigstellen.

Technische Schwierigkeiten

Auch wenn man die Online-Vorwahl aus technischen Gründen absagen musste, habe man dennoch gegenüber anderen Parteien die breiteste Beteiligung der Basis bei der Listenerstellung, sagte Loacker. Alge findet sich nach internen Unstimmigkeiten nicht unter den Kandidaten. Er warf Loacker und Scheffknecht "Packelei" bei der Listenerstellung vor und trat aus.

Auf die Frage, wen die Neos in Vorarlberg ansprechen wollen, sagte Loacker, es habe ein Wandel in der Wählerschaft stattgefunden, den noch nicht alle politischen Mitspieler nachvollzogen hätten. Er nannte etwa die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Immer mehr Frauen mit Kindern wollten arbeiten, das verlange eine entsprechende Kinderbetreuung. Bei der Verkehrslösung für das untere Rheintal, über die seit Jahrzehnten nachgedacht wird, unterstellte Loacker, die ÖVP wolle sich mittels des Bürgerbeteiligungsverfahrens über den Wahltermin retten. Bürgerbeteiligung müsse "ehrlich und nicht mit Taktik" erfolgen. (APA, 7.6.2014)

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