Glawischnig für Erbschafts-Steuer ab 500.000 Euro

7. Juni 2014, 13:21
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Einnahmen sollten laut der Chefin der Grünen eins zu eins in die Entlastung kleinere Einkommen gehen 

Wien - Die Grünen beharren auf ihrer Forderung nach der Wiedereinführung der Erbschaftssteuer. Ohne Gegenfinanzierung sehe sie keinen Spielraum für eine Steuerreform, erklärte Parteichefin Eva Glawischnig am Samstag im Ö1-"Journal zu Gast". Eine Erbschaftssteuer nach grünem Modell würde 2,5 bis 3 Milliarden Euro einbringen. Vorbild ist Deutschland. Auch Stiftungen müssten davon umfasst sein, so Glawischnig.

Die Einnahmen aus Erbschaftssteuern sollen "eins zu eins in die Entlastung kleinere Einkommen gehen", also zur Senkung des Eingangssteuersatzes dienen, sagte die Grünen-Chefin. Das grüne Modell sieht eine Freigrenze von 500.000 Euro bei Erbschaften vor. Für Privatstiftungen will die Öko-Partei bekanntlich eine "Erbersatzsteuer". Für Betriebsvermögen kann sich die Bundessprecherin relative großzügige Ausnahmen vorstellen, diese seien auch in Deutschland vorgesehen.

Der Vorschlag ihres Parteikollegen Bruno Rossmann, der eine zeitlich befristete Vermögenssteuer ab Vermögen von einer Million Euro vorsieht, werde innerhalb der Partei diskutiert, sei aber noch nicht Beschlusslage.

Hearing für mögliche EU-Kommissare

Gefragt nach ihren Vorstellungen hinsichtlich eines künftigen österreichischen EU-Kommissars sagte Glawischnig, sie habe bisher mit Johannes Hahn (ÖVP) gut zusammengearbeitet, daher wäre dieser für sie auch weiterhin vorstellbar als Kommissar. Sie würde sich aber wünschen, im heimischen Parlaments mehrere Kandidaten anhören zu können - am besten zwei Frauen und zwei Männer. Auch die Grüne EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek hält Glawischnig für eine geeignete Kandidatin. (APA, 7.6.2014)

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