Netzaktivisten: "3" verletzt mit "Spotify-Tarif" Prinzip der Netzneutralität

6. Juni 2014, 16:06
77 Postings

Initiative für Netzfreiheit: "Dieser Tarif ist ein Frontalangriff auf die Netzneutralität!"

Der populäre Musikstreaming-Dienst Spotify und der Mobilfunker "3“ haben am Freitag ein gemeinsames Musik-Angebot in Österreich an den Start gebracht – und sich damit Kritik eingehandelt.  Für die „Initiative für Netzfreiheit“ verletzt "3“ mit seinem "Spotify-Tarif" klar das Prinzip der Netzneutralität. Der Grund: Spotify wird explizit vom monatlichen Datenvolumen ausgenommen und erhält damit einen unfairen Wettbewerbsvorteil am heimischen Markt.

Frontalangriff auf die Netzneutralität

"Dieser Tarif ist ein Frontalangriff auf die Netzneutralität!", sagt Thomas Lohninger, Sprecher der Initiative, klar. Unter massiver Kritik hat die Deutsche Telekom bereits im Vorjahr einen ähnlichen Spotify-Tarif in Deutschland auf den Markt gebracht. Solche integrierte Produkte verzerren den Wettbewerb massiv und lassen Hürden für den Markteintritt junger Unternehmen entstehen,  warnen Netzneutralitäts-Befürworter.

"3" sieht keine Probleme mit der Netzneutralität, da man Spotify im Netz nicht bevorzugt. behandelt.

RTR gefordert

Laut dem Positionspapier zur Netzneutralität der Regulierungsbehörde RTR handelt es sich bei dem vorliegenden Spotify-Tarif um eine "(ökonomische) Abweichung von der Netzneutralität". „Es bleibt abzuwarten wie sich RTR in diesem Fall positioniert und ob die neue Geschäftsführung den eigenen Positionen treu bleibt“, so die Netzaktivisten. (red, 6.6. 2014)

Share if you care.