Obama: Großbritannien muss in EU bleiben

5. Juni 2014, 17:04
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Cameron will "Großbritanniens Platz in einer reformierten Europäischen Union sichern"

Brüssel - US-Präsident Barack Obama hat mit Premier David Cameron die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens besprochen und hofft auf einen Verbleib des Inselstaates als "Teil des europäischen Projekts". "Es ist schwer vorstellbar, dass dieses Projekt ohne Großbritannien gut läuft, und es ist kaum vorteilhaft für Großbritannien, ausgeschlossen zu sein", sagte Obama am Donnerstag in Brüssel.

Obama betonte, die USA und Großbritannien teilten strategische Ansichten in einer Reihe von internationalen Fragen. Es sei "ermutigend, zu wissen, dass Großbritannien einen Sitz am Tisch des großen europäischen Projekts hat". Für die USA sei London "einer der engsten Bündnispartner, den wir jemals hatten" und die USA seien zutiefst daran interessiert, dass dieser Partner "stark, robust, geeint und erfolgreich bleibt."

"Position neu verhandeln"

"Ich will Großbritanniens Platz in einer reformierten Europäischen Union sichern", sagte Cameron. Es sei seine Strategie, die britische Position in der EU neu zu verhandeln, wichtige Befugnisse zurückzuholen und die Ergebnisse seien Landsleuten bei einem Referendum vorzulegen. Er wolle nicht, dass sich Großbritannien in Richtung EU-Austritt bewege, unterstrich Cameron.

Der britische Premier forderte, dass auch die EU-Institutionen von Menschen geleitet werden, die "die Notwendigkeit eines Wandels verstehen". Diese Sicht sei unter Europas Regierungschefs weit verbreitet. Ohne auf den Streit um den EVP-Spitzenkandidaten für das Amt des EU-Kommissionschefs, Jean-Claude Juncker, einzugehen, sagte Cameron, dies sei auch die Botschaft aus den EU-Wahlen, bei denen in Frankreich und Großbritannien anti-europäische Parteien gewonnen haben. "Wenn diese Sachen passieren, kann man den Kopf in den Sand stecken und wünschen, dass die Resultate verschwinden oder man kann eine Strategie haben, um die Sorgen der Menschen anzusprechen, die man in seinem Land vertritt." (APA, 5.6.2014)

  • Obama:  USA und Großbritannien teilen strategische Ansichten in einer Reihe von internationalen Fragen.
    foto: reuters/herman

    Obama:  USA und Großbritannien teilen strategische Ansichten in einer Reihe von internationalen Fragen.

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