Grazer Student entwickelte faltbares Elektroauto

5. Juni 2014, 14:24
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Fahrzeuglänge kann durch Faltmechanismus um ein Drittel reduziert werden

Graz - Mit dem einem faltbaren Elektroauto hat ein Diplomand der TU Graz einen neuen Lösungsansatz gegen die Parkplatznot in Städten vorgelegt: Es kann je nach Bedarf seine Gesamtlänge von rund drei Metern um ein Drittel reduzieren. Jetzt wird laut TU Graz nach einem Industriepartner gesucht, der die Entwicklung umsetzen und auf den Markt bringen will.

Drei Räder, drei Personen

Helmut Brunner hat sich in seiner Diplomarbeit am Frank-Stronach-Institut (FSI) der TU Graz intensiv mit der steigenden Anzahl von Fahrzeugen und den damit verbundenen Platzproblemen beschäftigt. Mit dem Wissen, dass die mit dem Auto gefahrenen Strecken meist weniger als 30 km lang sind, und dem Wunsch, so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen, hat er sein Konzept vom idealen Stadtauto zu Papier gebracht. Es beruht auf den Anforderungen platzsparendes Parken, emissionsfreies Fahren und Platz für drei Personen.

"Wir alle wollen mobil sein. In vielen Ballungszentren stößt die Infrastruktur aber jetzt schon an ihre Grenzen. Die Fahrzeuggröße spielt eine entscheidende Rolle für die Infrastruktur und die benötigten Ressourcen", so Brunner. Er hat sich für drei statt der üblichen vier Räder, einen modernen Elektroantrieb, Leichtbauweise und die Möglichkeit, das Fahrzeug im Bedarfsfall einfach einzufalten und die Hinterräder nach vorne zu schieben, entschieden. "Auf herkömmlichen Parkplätzen kann es jetzt auch ohne weiters quer abgestellt werden", erläutert sein Diplomarbeitsbetreuer und Leiter des Forschungsbereiches Automotive Mechatronik an der TU Graz, Mario Hirz.

Maximal 400 Kilogramm

Voraussetzung für die Faltfunktion ist ein kompakter Antriebstrang, der platzsparend in einer Art Hinterradschwinge untergebracht wird. Für die tragende Struktur ist Aluminium als Werkstoff vorgesehen, damit das Auto nicht mehr als 400 Kilogramm auf die Waage bringt.

Zurzeit existiert das Auto nur auf dem Papier. "Die technische Entwicklung ist jedoch abgeschlossen und wir werden im Sommer einen verkleinerten Prototypen bauen." Dann fehle nur noch ein mutiger Industriepartner, der das Fahrzeug tatsächlich auf den Markt bringt. "Eine Herausforderung wird natürlich der Preis, denn wir wissen, dass wir deutlich unter 10.000 Euro liegen müssen, damit das Fahrzeug gute Marktchancen hat", so Hirz. (APA, 5.6.2014)

  • Im Sommer soll ein erster Prototyp des Fahrzeugs gebaut werden.
    foto: apa/tu graz

    Im Sommer soll ein erster Prototyp des Fahrzeugs gebaut werden.

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