Winterverluste unter heimischen Bienenvölkern leicht gesunken

5. Juni 2014, 13:33
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Österreichweit haben 12,5 Prozent der Bienenvölker den Winter nicht überlebt - um fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr

Graz/Wien - Die Winterverluste von Bienenvölkern in Österreich liegen laut einer Auswertung der Universität Graz unter den Werten der vorangegangenen Jahre. Österreichweit haben demnach im Durchschnitt 12,5 Prozent der eingewinterten Bienenvölker den Winter nicht überlebt. Das sind um fünf Prozentpunkte weniger als im Winter 2012/13 -  die Verlustrate liegt dennoch leicht über der als normal angesehen Sterblichkeit.

Seit 2008 führt das Institut für Zoologie der Universität Graz die Erhebungdazu durch. Insgesamt stellten rund drei Prozent bzw. mehr als 1.000 österreichische Imkereien ihre Daten zur Verfügung. "Die bundesweite Verlustrate von 12,5 Prozent liegt im Vergleich zum Katastrophenwinter 2011/12 deutlich niedriger", so Karl Crailsheim vom Institut für Zoologie an der Uni Graz. Damals habe es außergewöhnlich hohe Verluste von knapp 26 Prozent gegeben. Dennoch wurde auch in diesem Winter keine normale Sterblichkeitsrate erreicht. Diese würde bei etwa zehn Prozent der Bienenvölker liegen, so Crailsheim.

Höchste Sterblichkeit in Vorarlberg

Deutlich über dem Mittelwert lag die Sterblichkeit in Vorarlberg mit durchschnittlich 23,5 Prozent der eingewinterten Bienenvölker, Wien (19,2 Prozent) und Salzburg (16, Prozent). Die niedrigsten Werte wurden aus der Steiermark (8,5) und Oberösterreich (9,9) Prozent gemeldet.

Die Ursachen für die hohen Überwinterungsverluste, die in den vergangenen Jahren aus vielen Ländern gemeldet wurden, sind nicht vollständig geklärt. Es handle sich vermutlich um das Zusammenspiel einer Reihe von Faktoren, so Crailsheim. Unter seiner Leitung betreiben Experten des Wegenerzentrums Graz und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) das mit 2,4 Mio. Euro dotierte Grundlagenforschungsprojekt "Zukunft Biene". Finanziert wird das Projekt vom Umweltministerium, den Bundesländern und dem Verein "Biene Österreich". (APA/red,derStandard.at, 5.6.2014)

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