32 Millionen Euro für Sonnenkosmetik

5. Juni 2014, 12:45
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Jeder Österreicher gab 2013 im Schnitt rund vier Euro für Sonnenschutzmittel aus - heute sind hohe Lichtschutzfaktoren zwischen 20 und 30 die Regel 

Die Österreicher haben im vergangenen Jahr Sonnenschutzmittel um 32 Millionen Euro verschmiert. Dabei greifen sie vermehrt zu höheren Lichtschutzfaktoren (LSF). "Waren noch vor zehn Jahren Präparate mit einem durchschnittlichen LSF zehn gebräuchlich, sind es heute mehrheitlich Produkte mit einem Faktor zwischen 20 und 30", sagt Irene Szimak, Sprecherin der Branchenplattform "Kosmetik transparent".

Zusatznutzen gefragt

2013 verzeichnete der Markt für Sonnenkosmetik im Vergleich zu 2012 allerdings ein Minus von 0,5 Prozent. In den Vorjahren war er aber um bis zu sieben Prozent gewachsen. Insgesamt gaben die Österreicher für Kosmetika im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden Euro aus.

Gefragt sind laut Szimak Mittel mit Zusatznutzen, wie besonders einfache Anwendung, ein kühlender Effekt, nicht fettende und rasch einziehende Erzeugnisse sowie solche, die während des Sonnenbades der Haut Feuchtigkeit spenden. Frauen interessieren sich auch immer mehr für Sonnenpflege für das Gesicht, die Falten vorbeugen soll. Wieder im Trend sehen die Kosmetik-Markenhersteller "goldene und lang anhaltende Bräune". Neue Produkte, natürlich trotzdem mit UVA- und UVB-Filter, sollen daher den Bräunungsvorgang unterstützen.

Mehrmaliges Auftragen hilft nicht 

Mehrmaliges Auftragen von Sonnencreme verlängert nicht die Schutzzeit. Dadurch wird nur der Schutz trotz Schwitzens, Schwimmens oder Sandabrieb aufrechterhalten. Die erlaubte Aufenthaltsdauer in der Sonne errechnet sich aus der Eigenschutzzeit je nach Hauttyp multipliziert mit dem gewählten LSF. Wer zum Beispiel ungeschützt nach zehn Minuten UV-Exposition rot wird, kann mit Lichtschutzfaktor 30 maximal fünf Stunden in der Sonne bleiben.

Fensterglas filtert nur UVB-Strahlen, die zu Sonnenbrand führen. UVA-Strahlen dringen durch und können die Haut schädigen, daher sollte man sich bei langen Auto- oder Busfahrten eincremen oder eine Sonnenblende verwenden. Falsch ist die Aussage "aus Rot wird Braun". Die durch einen Sonnenbrand geschädigte Haut erzeugt eine gewisse Bräune, um sich vor weiteren Schäden zu schützen, und diese wird sichtbar, wenn die Rötung zurückgeht. Die Rötung selbst wird nicht braun. Ein Sonnenbrand erreicht seinen Höhepunkt erst nach rund 24 Stunden. (APA, derStandard.at, 5.6.2014)

  • Guter Sonnenschutz ist entscheidend.
    foto: dpa/oliver berg

    Guter Sonnenschutz ist entscheidend.

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