Razzia in der Salzburger Alpine-Zentrale

5. Juni 2014, 11:17
2 Postings

Nach der jüngsten Hausdurchsuchung werden mehr als 500 Ordner und 400 Terabyte Daten ausgewertet

Salzburg -  Der Verdacht auf Unregelmäßigkeiten steht nach der Milliardenpleite des Baukonzerns Alpine schon seit dem Vorjahr im Raum. Die Justiz beschäftigt sich seit vergangenem Sommer mit dem einst zweitgrößten Baukonzern. Ermittler des Bundeskriminalamtes haben Berge von Akten gesichtet, benötigen aber weitere Unterlagen. Nun hat die Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsdelikten und Korruption diese Woche die Firmenzentrale in Wals bei Salzburg gefilzt, heißt es in den "Salzburger Nachrichten".

"Wir haben in den vergangenen Monaten viele Unterlagen analysiert und Zeugen befragt. Wir haben dadurch einen Überblick bekommen, was für das Gutachten und die weiteren Ermittlungen noch nötig ist", zitiert  die Zeitung die Sprecherin der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, Carmen Prior. Laut Oberstaatsanwaltschaft werden nach der jüngsten Hausdurchsuchung mehr als 500 Ordner sowie 400 Terabyte an elektronisch sichergestellten Daten ausgewertet.

Seit Ende 2013 untersucht ein von der Staatsanwaltschaft bestellter Gutachter die Bilanzen des gefallenen Bauriesen auf eventuell strafrechtlich relevante Verflechtungen bzw. Verschleierungen. Die Staatsanwaltschaft hat konkret fünf Alpine-Führungskräfte aus dem Aufsichtsrat bzw. der Geschäftsführung wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung im Visier - zwei Spanier und drei Österreicher. Darunter befinden sich auch die letzten Vorstandschefs der Alpine Bau GmbH. Die Alpine war eine 100-Prozent-Tochter des spanischen Konzerns FCC (Fomento de Construcciones y Contratas). Die Manager weisen alle Vorwürfe zurück. (APA/red, derStandard.at, 5.6.2014)

Salzburger Nachrichten: Justiz filzt Zentrale der Alpine

Share if you care.