Kowalczyks "Wettlauf mit dem Tod"

4. Juni 2014, 16:29
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Polnische Langlauf-Olympiasiegerin gesteht, dass es um sie gesundheitlich sehr schlecht bestellt ist

Warschau - Langlauf-Olympiasiegerin Justyna Kowalczyk hat in einem Interview offenbart, an Depressionen zu leiden. In dem Gespräch mit der polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza", das am Mittwoch veröffentlicht wurde, sagte die 31-Jährige, dass es ihr seit mehr als einem Jahr gesundheitlich sehr schlecht gehe. Sie habe einen Nervenzusammenbruch erlitten und um ihr "Überleben" gekämpft.

"Seit über einem Jahr leide ich an Depressionen, seit mehr als eineinhalb Jahren an Schlaflosigkeit", gestand die polnische Klassik-Spezialistin, die 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi Olympiagold gewann. "Ich kämpfe ständig gegen meinen Körper, gegen die permanente Übelkeit, gegen Ohnmachtsgefühle und Ängste, gegen Fieberschübe von bis zu 40 Grad." Kowalczyk sprach sogar von einem "Wettlauf mit dem Tod".

Anfang Mai dieses Jahres habe sie "einen klassischen Nervenzusammenbruch" erlitten. Dieser sei die Folge einer vor mehr als einem Jahr erlittenen Fehlgeburt und einer persönlichen Enttäuschung gewesen.

Im Herbst 2013 habe sie mit dem Sport aufhören wollen, um ihr Leben neu zu ordnen. Seit kurzem nehme sie bei einem Psychotherapeuten professionelle Hilfe in Anspruch, sagte die vierfache Gesamtweltcup-Siegerin, die ihre Probleme zuvor auch gegenüber ihrer Familie immer verschwiegen hat. (APA/AFP, 4.6.2014)

  • Ein Moment der Freude: Kowalczyk holte in Sotschi Gold über 10 km im klassischen Stil, und das mit einem gebrochenen Fuß.
    foto: apa/ tatyana zenkovich

    Ein Moment der Freude: Kowalczyk holte in Sotschi Gold über 10 km im klassischen Stil, und das mit einem gebrochenen Fuß.

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