Doch Ermittlungen wegen NSA-Spionage auf Merkel-Handy

    4. Juni 2014, 10:15
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    Mutmaßliches Ausspähen deutscher Bürger soll nicht Gegenstand der Ermittlungen sein

    Generalbundesanwalt Harald Range wird Medienberichten zufolge doch wegen des Lauschangriffs auf das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel ermitteln. Es sollten Ermittlungen gegen Unbekannt wegen Spionage eingeleitet werden, berichteten unter anderem "Süddeutsche Zeitung", "Bild"-Zeitung und ARD.

    NSA-Spione im Visier

    Im Visier seien mögliche Spione des US-Geheimdienstes NSA, die an dem Einsatz gegen Merkels Mobiltelefon beteiligt gewesen seien, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf interne Unterlagen der Bundesanwaltschaft. Es gebe genügend Hinweise, die darauf hindeuteten, dass die US-Geheimdienste aktiv Mitarbeiter einsetzten, um Merkels Handy zu überwachen.

    Keine darüber hinausgehenden Ermittlungen

    Allerdings sollen sich die Ermittler nicht mit dem Ausspähen der Kommunikation deutscher Bürger befassen. Das soll den Informationen zufolge ein "offener Prüfvorgang" bleiben.

    Beziehungen zwischen USA und Deutschland belastet

    Vergangene Woche hatten mehrere Medien unter Berufung auf Kreise der Bundesanwaltschaft berichtet, Range wolle keine Ermittlungen aufnehmen. Die vom früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden enthüllten Abhörprogramme haben die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA stark belastet. (Reuters/red, 4.6.2014)

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      Das Ausspähen von Angela Merkels Handy ist nun doch Gegenstand von Ermittlungen.

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