mcworld/mcshark sucht Investor

3. Juni 2014, 15:27
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Zu hohe Kosten bei der Übernahme der größeren mcshark durch die kleinere mcworld

Wien - Nach der Ditech-Pleite steht ein weiterer Elektronikhändler auf äußerst wackeligen Beinen.  Beim Welser Apple-Händler mcworld/mcshark droht - wie am Montag bekannt wurde  - die Insolvenz. An einer Fortführung des Unternehmens mithilfe eines Investors wird gearbeitet, lässt mcworld/mcshark-Geschäftsführer Sascha van der Werf in einer Presseaussendung wissen. Als Grund für die finanzielle Schieflage gab er zu hohe Kosten bei der Übernahme der größeren mcshark durch die kleinere mcworld an.

mcworld/mcshark hat 18 Standorte in Österreich und beschäftigt rund 130 Mitarbeiter. Zur aktuellen Lage meinte van der Werf: "Die Eigentümervertreter und die Geschäftsführung der mcworld computervertriebs gmbh, arbeiten seit einigen Wochen intensiv an Lösungen für den erfolgreichen Fortbestand des Unternehmens. (...) Darüber hinaus gibt es Gespräche mit einem interessierten Investor über den Fortbestand des Unternehmens, dies wäre im Rahmen eines Sanierungsverfahrens möglich.

Übernahme-Interessent

Als Übernahme-Interessent wurde am Mittwoch von der "Futurezone" Zeljko Drmic, ins Spiel gebracht.  Der Chef der HAAI Telekommunikations GmbH betreibt in der Meidlinger Hauptstraße in Wien und in der Herrengasse in Graz als Apple Premium-Reseller zwei IHaii Apple-Stores.

mcworld/mcshark hat sich laut van der Werf im hart umkämpften Elektronik-Handel gut positioniert und sei im operativen Geschäft in den Shops erfolgreich und positiv, habe aber seit der Übernahme strukturelle Probleme. "Die Übernahme- und Transaktionskosten haben sich vor dem Hintergrund der zu geringen Eigenkapital-Ausstattung von mcworld als zu hoch herausgestellt", so van der Werf.

Aus involvierten Kreise war am Mittwoch zu hören, dass noch Ende dieser Woche der Insolvenzantrag gestellt werden könnte. (APA/red, derStandard.at, 3.6.2014)

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