Finanzämter zicken bei Kinderbetreuung

3. Juni 2014, 13:07
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Wien - Es war eines der wenigen Zuckerln, mit der die frühere Finanzministerin Maria Fekter vor knapp drei Jahren aufwartete: Per Erlass legte sie fest, dass die damals noch junge Absetzbarkeit für Kosten der Kinderbetreuung auch für Essen und Unterkunft gelte, somit alle Feriencamps steuerlich geltend gemacht werden können. Insgesamt können - professionelle Betreuung vorausgesetzt - 2300 Euro im Jahr angerechnet werden. Hintergrund der Maßnahme war, dass die 2009 beschlossene Regelung lediglich ein Viertel der budgetierten 167 Mio. Euro kostete.

Die Finanzämter halten nicht viel vom Erlass und werden vom Unabhängigen Finanzsenat auch bestätigt: Er hat Essenskosten ebenso wenig anerkannt wie Teilausgaben für Camps, die mit Reiten, Musik oder Tanzaktivitäten zusammenhängen. Und der Erlass? "Diesem kommt keine Rechtsverbindlichkeit zu", heißt es in der UFS-Entscheidung.  (as, DER STANDARD, 30.5.2014)

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