Prozess in Wien: Die einzige Lösung mit über 40.000 Euro Schaden 

4. Juni 2014, 08:50
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Ein 30-Jähriger soll innerhalb eines halben Jahres in dutzende Geschäfte und Autos eingebrochen haben

Wien – "Ich hatte Schulden und sah mich dazu gezwungen. Es war die einzige Lösung“, sagt Gabriel E. geknickt."Keine gute Lösung“, sagt Gerda Krausam. "Ja, das stimmt“, sagt der Angeklagte zur Vorsitzenden des Schöffensenates in seinem Einbruchsprozess.

Zwischen September und März soll der 30-Jährige in Wien hoch aktiv gewesen sein. 45 Delikte sind angeklagt, der Schaden soll über 48.000 Euro betragen. In die Hand bekam er die nicht: "Ich habe es in Rumänien für wenig Geld verkauft“, gesteht der in Italien Vorbestrafte.

Gestohlen hat er alles, was sich leicht transportieren ließ: Von Parfüms über Navigationsgeräten bis zu Radios. Die Vorgehensweise war immer gleich und plump: Mit einem Stein oder Werkzeug schlug er Scheiben ein. Was Krausam stutzig macht – denn angeklagt sind auch Fakten, bei denen Türen aufgebrochen wurden.

Von diesen Delikten wird er rechtskräftig freigesprochen, für den Rest fasst er bei einem Strafrahmen zwischen einem und zehn Jahren 33 Monate Haft aus. Der Senat rechnet ihm an, dass er "einen enormen Beitrag zur Tataufklärung geleistet hat. Er ist mit der Polizei durch die Stadt gefahren und hat ihnen die Tatorte gezeigt.“ (Michael Möseneder, DER STANDARD, 04.06.2014)

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