Apple-Chef Tim Cook ätzt gegen Android

3. Juni 2014, 16:51
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Cook erlaubte sich einen bissigen Ton gegenüber dem großen Rivalen im Smartphone-Markt

Apple geht in die Software-Offensive: Eine Vielzahl neuer Funktionen soll iPhone, iPad und Mac attraktiver machen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Cloud-Diensten für Fotos und andere Dateien und einer besseren Bedienung. Außerdem gibt es Plattformen für Fitness-Informationen und zur Steuerung von Hausgeräten.

Angriffslustig mit Seitenhieben

Apple-Chef Tim Cook zeigte sich zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC ungewöhnlich angriffslustig mit Seitenhieben auf das dominierende Smartphone-System Android von Google.

Cook erlaubte sich einen bissigen Ton gegenüber dem großen Rivalen im Smartphone-Markt. Viele iOS-Nutzer kämen von Android, sagte er. "Sie haben ein Telefon aus Versehen gekauft. Und dann eine bessere Welt gesehen." Android-Telefone dominieren den Absatz im Smartphone-Markt mit einem Anteil von rund 80 Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass viele Telefone in Schwellen- und Entwicklungsländern verkauft werden, wo günstige Geräte gefragt sind.

Auch Microsoft bekam sein Fett ab. So machte sich Cook über die geringe Verbreitung von Windows 8 lustig.

iOS 8

Apples Neuerungen werden in frische Betriebssysteme integriert und für Nutzer im Herbst verfügbar sein. Mit dem neuen Betriebssystem iOS 8 für iPhone und iPad sollen unter anderem die Arbeit mit E-Mails und die hauseigene Kurznachrichten-App verbessert werden. Dazu gehört auch die App "Health" als zentrale Verwaltung für Fitness- und Gesundheitsdaten.

Mit der Plattform "Homekit" sollen Software-Entwickler diverse Hausgeräte von Apple-Technik aus steuerbar machen. Wenn der Nutzer zum Beispiel dem Apple-Assistenten Siri sage, dass er ins Bett gehe, könnte das Haus automatisch die Türen verriegeln und die Lichter dimmen, erläuterte Apples Software-Chef Craig Federighi.

Mit iOS 8 fallen gleich mehrere bisherige Beschränkungen. Apps können erstmals untereinander kommunizieren. Virtuelle Tastaturen anderer Anbieter können eingebunden werden. Zudem können jetzt Einkäufe in Apples Download-Plattform iTunes zwischen bis zu sechs Familienmitgliedern geteilt werden.

"Unglaubliche Produkte" im Anmarsch

Cook versprach bisher stets, dass "unglaubliche Produkte" im Anmarsch seien. Apple kann sich allerdings mit einem Geldberg von 150 Milliarden Dollar und Jahresgewinnen um die 40 Milliarden Dollar längere Entwicklungszeiten erlauben. iTunes-Chef Eddy Cue schwärmte aber jüngst schon, für dieses Jahr habe der Konzern die besten Produkte in Vorbereitung, die er in seinen 25 Jahren bei Apple gesehen habe. (APA/red, 3.6.2014)

  • Tim Cook stichelte gegen Googles Android.

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