Quote: "Wer wird Millionär?" punktete mit Angela Merkel als "Telefonjoker"

3. Juni 2014, 10:49
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Kanzlerin hätte CDU-Parteifreund über Zweitfunktion von DDR-Waschmaschine Auskunft geben sollen - Mit 7,67 Millionen Zuseher die beste Quote seit drei Jahren

Berlin - Der deutsche CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat am Montagabend bei der RTL-Sendung "Wer wird Millionär?" - das deutsche Pendant zur Millionenshow - seine Kontakte genutzt und Kanzlerin Angela Merkel als Telefonjoker angerufen. Doch leider war die Regierungschefin nicht zu erreichen - nur ihre Mailbox war erreichbar.

Zweimal sprang die kanzlerische Mailbox an - geholfen war dem CDU-Politiker damit nicht. Es ging um die 500 000-Euro-Frage: "Die DDR-Kult-Waschmaschine "WM66" ist unter anderem dafür legendär, dass viele Besitzer mit dem Gerät auch ... A: Heizstrom erzeugten, B: Obst einkochten, C: Staub saugten, D: Westradio empfingen". Die richtige Antwort B war dem Rechtsanwalt aus Bergisch Gladbach unbekannt. Den Telefonjokern, die er nominiert hatte, traute Bosbach die Antwort auch nicht zu. "Wen soll ich da anrufen außer der Kanzlerin?" Darauf entgegnete Gastgeber Günther Jauch: "Stimmt, das wäre eine super Idee. Wenn Sie die Nummer hier hinkriegen, dürfen Sie die als Sonder-Joker einführen."

Nur Mailbox

Bosbach rief mit seinem Handy Merkel an, ohne ihre Nummer zu zeigen. Beim ersten Versuch meldete sich die Mailbox. Der CDU-Politiker legte sofort auf, bevor das Mikrofon die Mailboxansage einfangen konnte. "Die Kanzlerin muss die Welt retten", frotzelte Bosbach, bevor er ein zweites Mal anrief. "Springt wieder die Mailbox an."

Also sichtete der Politiker aus Bergisch Gladbach die Handy-Kontakte und stieß auf die Fernsehmoderatorin Maybrit Illner, die ebenfalls eine DDR-Biografie hat. Die Fernsehmoderatorin ging dann sogar ans Telefon, doch leider konnte sie bei der Frage nicht helfen. Gegen Ende der Show meldete sich die Kanzlerin mit einer SMS bei Wolfgang Bosbach. Sie schrieb "Ok was auch immer es war herzliche grüße am". Schließlich stieg Bosbach mit 125 000 Euro Gewinnsumme aus, die für wohltätige Zwecke fließen.

In dem Benefiz-Special, bei dem auch Sportjournalist Waldemar Hartmann, die Millionäre Robert und Carmen Geiss und Fußballtrainer Christoph Daum mit dabei waren, kamen 500 000 Euro zusammen.

Beste Quote seit drei Jahren

Alleine die Ankündigung, dass Angela Merkel als Telefonjoker angerufen wird, brachte der RTL-Show die beste Quote seit drei Jahren. 7,67 Millionen schauten zu, was einem Marktanteil von über 27 Prozent entspricht. Auch in Österreich war das Interesse groß: 236.000 entschieden sich für das Unterhaltungsprogramm des deutschen Privatsenders. (APA, red, 3.6.2014)

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