Andritz klagt in Uruguay 200 Millionen ein

2. Juni 2014, 17:09
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Streit um offene Rechnungen für ein Zellstoffwerk, Auftraggeber bestreiten Vorwürfe

Helsinki/Wien - Im Streit um offene Rechnungen für ein Zellstoffwerk in Uruguay hat der Grazer Anlagenbauer Andritz die Auftraggeber verklagt. Andritz fordert von dem Gemeinschaftsunternehmen des skandinavischen Forstkonzerns Stora Enso und der lateinamerikanischen Firma Arauco 200 Millionen Euro, wie Stora Enso mitteilte. Die Auftraggeber bestreiten die Vorwürfe und überlegen selbst gegen Andritz wegen Vertragsbruch vorzugehen.

Die Österreicher waren als Generalunternehmer für die Errichtung des Zellstoffwerks im Südwesten Uruguays zuständig. Beim Bau kam es immer wieder zu Problemen, wie zum Beispiel Streiks auf der Baustelle, die die Fertigstellung verzögerten. Die Kostenüberschreitungen für den 750 Millionen Euro schweren Auftrag sollen sich 2013 auf 120 Mio. Euro belaufen haben. Aufgrund dieser Probleme musste Andritz zweimal Rückstellungen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bilden. Die Arbeiten für das Werk sind inzwischen abgeschlossen, für die Inbetriebnahme fehlen noch die Genehmigungen. (Reuters, DER STANDARD, 3.6.2014)

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