Mcworld/Mcshark soll vor Insolvenz stehen

2. Juni 2014, 16:09
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Staat über aws beteiligt

Wien/Cupertino - Nächste Hiobsbotschaft für den IT-Handel. Nach der DiTech-Pleite soll nun auch der Apple-Händler mcworld/mcshark vor der Insolvenz stehen. Dies berichtet das Internetportal "futurezone", eine Stellungnahme des Unternehmens war kurzfristig nicht zu erhalten. An dem IT-Shop ist die Republik Österreich über den aws Mittelstandsfonds laut "FirmenCompass" mit 30 Prozent beteiligt.

Die aws verhandelt derzeit mit einem "branchennahen Investor" über eine Übertragung der Anteile, so der Sprecher der staatlichen Förderbank, Matthias Bischof, auf APA-Anfrage. Es gehe darum den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und die Arbeitsplätze zu erhalten. In den nächsten Tagen soll "ein Konsens" mit dem Investor gefunden werden. "Die Gespräche laufen sehr gut", betonte Bischof. Zu einer möglichen Insolvenz wollte sich der aws-Sprecher nicht äußern.

Premium-Reseller

Im Frühjahr 2013 hat der Apple-Händler McWorld seinen größeren Rivalen McShark übernommen und ist zum größten Premium-Reseller Apple-Geräten geworden. Der Deal wurde vom aws finanziert, wie hoch die Summe war, wurde damals nicht verraten. Die Höhe der Außenstände des Händlers sollen sich auf zwischen fünf und sieben Millionen Euro belaufen, berichtet die "futurezone".

Derzeit gibt es in Österreich 18 Filialen. Den Umsatz hat mcworld/mcshark-Geschäftsführer Sascha van der Werf im Februar 2014 mit etwa 50 Millionen Euro angegeben, er beschäftigt etwa 130 Mitarbeiter. Im Frühjahr wurde die 200 Quadratmeter große mcworld/mcshark-Filiale in der Mariahilferstraße, der Flagship-Store der Gruppe, nach einer Renovierung wieder eröffnet.

Als Übernahme-Interessent wird von der "futurezone" Zeljko Drmic, genannt, CEO der HAAI Telekommunikations GmbH, der bereits in der Meidlinger Hauptstraße in Wien und in der Herrengasse in Graz als Apple Premium-Reseller zwei IHaii Apple-Stores betreibt und die Expansion vorantreiben will. Drmic soll für einige der Standorte - vor allem für die Mariahilferstraße - bereits sein Interesse bekundet haben. "Dass wir reden, ist kein Geheimnis", bestätigte Drmic der "futurezone". (APA, 2.6.2014)

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