Dutzende Tote bei Gefechten vor syrischer Präsidentenwahl 

2. Juni 2014, 14:33
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Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von über 50 Toten in Aleppo

Damaskus/Aleppo - Vor der Präsidentenwahl in Syrien sind neue schwere Gefechte aus dem Bürgerkriegsland gemeldet worden. Die oppositionelle Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London berichtete am Montag von 50 Menschen, die allein am Wochenende bei einem Raketenangriff islamistischer Aufständischer auf Aleppo ums Leben gekommen seien. Darunter befänden sich neun Kinder.

In der Nacht auf Montag seien weitere 13 Menschen in den von Rebellen gehaltenen Vierteln durch Bomben vonseiten der Regierungstruppen getötet worden. Die Angaben aus Syrien können kaum von unabhängiger Seite aus überprüft werden.

Präsidentschaftswahlen am Dienstag

Trotz des seit mehr als drei Jahren anhaltenden Bürgerkriegs soll am Dienstag in Syrien ein neuer Präsident gewählt werden. Die Rebellen haben angekündigt, ihre Angriffe vor der Wahl zu intensivieren.

Die geplante Abstimmung ist im Ausland scharf kritisiert worden. Die Europäische Union spricht von "einer Parodie von Demokratie". In dem Konflikt sind mittlerweile mindestens 160.000 Menschen getötet worden, Millionen sind auf der Flucht: Weit mehr als 6,5 Millionen Syrer sind laut UN-Schätzungen derzeit Binnenflüchtlinge. Mehr als 2,5 Millionen flohen in andere Staaten. (APA, 2.6.2014)

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