Banana Pi: Neuer Mini-PC macht Raspberry Pi Konkurrenz

2. Juni 2014, 13:01
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Schnellere Hardware, größere Erweiterbarkeit - aber derzeit nur schwer verfügbar

Eine Alternative zur Entwicklerplatine Raspberry Pi liefert das "Lemaker"-Projekt. Die Gruppe, die nach eigenen Angaben aus Linux-Enthusiasten besteht, haben einen Mini-PC entwickelt, der dem Original in puncto Hardwarespezifikationen überlegen ist.

Wie auch Raspberry Pi bootet Banana Pi von einer SD-Karte und soll dabei beliebige Linux-Varianten unterstützen – von Debian bis Android.

Dualcore-Plattform

Zum Einsatz kommt eine Allwinner A20 Cortex-A7 Dualcore-CPU mit einem Rechentakt von einem Gigahertz. Gestützt wird sie von einer Mali-400-GPU und einem GB RAM. SD-Karten werden bis zu einer Größe von 64 GB unterstützt. An Bord ist auch ein Gigabith-Ethernet-Port, WLAN-Konnektivität lässt sich optional mit einem USB-Dongle integrieren.

Für die Ausgabe von Bildsignalen stehen HDMI, CVBS sowie ein LVDS/RGB-Port bereit. Per CSI-Konnektor kann ein Kameramodul angebracht werden, entsprechende Hardware wird von den Entwicklern aber noch nicht angeboten.

Zur Grundausstattung gehören außerdem ein Mikrofon, eine 3,5mm-Audioklinke, eine Infrarot-Schnittstelle, zwei GPIO-Stecker mit 13 Pins sowie zwei USB 2.0-Anschlüsse und einen microUSB-Stecker mit OTG-Support. Dank SATA-Support sind Festplatten mit bis zu zwei Terabyte Kapazität ebenfalls anschließbar.

Images

Zum Start werden mehrere System-Images zum Download angeboten. Gewählt werden kann zwischen Lubuntu, Raspbian, Android 4.2 und der MIT-Lernplattform Scratch. Erweiterungsplatinen des Raspberry Pi sollen sich mit Banana Pi verwenden lassen, dies gilt allerdings nicht für die Kamera-Module. Die Platine fällt zudem geringfügig größer aus.

Schneller

In Benchmarktests von ct konnte Banana Pi sich klar gegenüber Raspberry Pi behaupten. Allerdings scheint der Bezug des kleinen Rechners derzeit kaum möglich zu sein. Langfristig visieren die Entwickler einen Zielpreis von 30 Dollar an, derzeit findet sich das günstigste Angebot mit rund 50 Dollar auf der chinesischen Handelsplattform Aliexpress, während im deutschen Amazon-Store die Anbieter etwa 90 Euro verlangen.

Ein weiteres Problem ist die derzeit noch eher geringe Unterstützung durch die Entwicklergemeinde. Das englischsprachige Forum, eigentlich eine Google Gruppe, verzeichnet bislang erst wenige hundert Aufrufe. (red, derStandard.at, 02.06.2014)

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    foto: lemaker
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