Aufsichtsräte kommen weiter ohne Frauen aus 

2. Juni 2014, 13:00
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Nicht nur in ATX-Unternehmen, aber auch dort gilt: Der Frauenanteil an der Spitze bleibt verschwindend gering

Wien - Die Zahl der Frauen mit einem Aufsichtsratsposten ist und bleibt in Österreich niedrig. Daran ändert sich seit Jahren kaum etwas. In den Aufsichtsräten der größten beziehungsweise umsatzstärksten Top-200-Unternehmen des Landes erhöhte sich der Frauenanteil im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um vernachlässigbare 0,5 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent. Das zeigte der "Frauen-Management-Report 2014" der Arbeiterkammer Wien im heurigen Februar.

Von 1.796 Aufsichtsratsmandaten sind demnach nur 250 von Frauen besetzt. In fast einem Drittel der Unternehmen (65 von 200) sind laut dem AK-Report überhaupt alle Spitzenpositionen männlich besetzt. Frauen als Aufsichtsratsvorsitzende gibt es nur in elf Firmen.

Dazu passen auch die Zahlen einer am Montag präsentierten Kienbaum-Studie, die in Sachen Frauenanteil die im Wiener Aktienindex ATX gelisteten Unternehmen unter die Lupe genommen hat. Demnach haben diese einen Frauenanteil von rund 15 Prozent in ihren Aufsichtsräten. In acht Aufsichtsgremien sitzt überhaupt keine Frau. (APA/red, derStandard.at, 2.6.2014)

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