Steirische Bauern fürchten um Kürbisernte

2. Juni 2014, 12:02
24 Postings

Die steirischen Landwirte klagen über ungewöhnlich starken Schädlingsbefall und erwarten Millionenschäden

Graz - Nach dem extremen Dürrejahr 2013 sind die steirischen Ackerbauern heuer erneut von einem außergewöhnlichen Problem betroffen. Schädlinge wie der Drahtwurm, die Saaten- oder Wurzelfliege und die Erdraupe setzen Kürbis, Mais und Erdäpfeln enorm zu. Verantwortlich dafür ist unter anderem das nass-kalte Wetter.

"Betroffen sind zumindest 6.000 Hektar Kürbis (rund 50 Prozent der Anbaufläche, Anm.) und 15.000 Hektar Mais (25 Prozent der Anbaufläche, Anm.). Für viele Betriebe, die im Vorjahr unter der Dürre gelitten haben, ist der neuerliche Schaden eine wirkliche Katastrophe. Vor allem Tierhaltern fehlt dadurch das notwendige Futter für ihre Schweine und ihr Geflügel", berichtet Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher in einer Aussendung. Zum Teil hätten die Bauern - mit erheblichen Mehrkosten - bereits neu angebaut, teilweise sei ein Neuanbau aufgrund der kürzeren verbleibenden Vegetationszeit nicht mehr möglich, so der LK-Präsident.

"Am stärksten betroffen sind Bauern, die Fruchtfolge betreiben und jene, die auf ihren Ackerböden humusmehrende Maßnahmen setzen", erklärt Titschenbacher das Problem. Dramatisch sei die Situation bei Betrieben, die zwecks Erosionsschutz beispielsweise Mulchsaaten durchführen.  Stark beeinträchtigt seien auch Biobauern. Der Schaden dürfte in der Steiermark in die Millionen Euro gehen.  (red, derStandard,at, 2.6.2014)

  • Drahtwurm, Saaten- oder Wurzelfliege und Erdraupe haben es auf die Kürbisse abgesehen.
    foto: apa/techt

    Drahtwurm, Saaten- oder Wurzelfliege und Erdraupe haben es auf die Kürbisse abgesehen.

Share if you care.