Firmen schaffen wieder mehr Jobs

2. Juni 2014, 09:36
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Die Zahl der Arbeitsuchenden ist im Mai weiter gestiegen, erstmals gibt es aber auch wieder mehr Stellen

Wien - Die Lage am heimischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Im Mai ist die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich um 12,1 Prozent gestiegen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass 370.143 Österreicher und Österreicherinnen ohne Job sind.  Davon besuchen 79.251 Personen (+1,1 Prozent) Schulungen des AMS.

Eurostat weist für Österreich (auf Grundlage der international vergleichbaren Befragungsmethode) damit eine Quote von 4,9 Prozent aus. Damit bleibt Österreich innerhalb der Europäischen Union vor Deutschland nach wie vor das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote auf nationaler Basis liegt mit 7,7 Prozent um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Zwar steigt seit geraumer Zeit die Zahl der aktiv Beschäftigten, das Wirtschaftswachstum reicht allerdings weiterhin nicht aus, um alle zusätzlichen auf den Arbeitsmarkt strömenden Personen aufzunehmen. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten lag Ende Mai um rund 20.000 über dem Wert des Vorjahres.

Zu wenig neue Jobs

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) müsste dafür heuer zumindest um drei Prozent wachsen, so lautet die Formel. Prognostiziert ist für das heurige Jahr ein Zuwachs von 1,7 Prozent. Die Aussichten für die Arbeitssuchenden bleiben damit vorsichtig ausgedrückt verhalten. Einen Lichtblick gibt es allerdings doch:  Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen um 20.146 zurückgegangen. Und die Zahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen ist wieder leicht gewachsen.

Mit 29.946 liegt die Zahl Ende Mai um 1.481 (+5,2) Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Vor allem in Tirol mit +16,3 Prozent,  Kärnten mit +13,3 Prozent und in Wien mit +11,0 Prozent suchen die Unternehmen wieder mehr Arbeitskräfte. Vor allem Büro- und Handelsberufe werden wieder stärker nachgefragt.  In Industrie und Gewerbe stagniert indes die Beschäftigung.

Keine Entspannung an den Rändern

Keinen Grund zum Jubeln haben weiterhin Lehrstellensuchende:  Auch hier bleibt die Nachfrage der Unternehmen verhalten. Die Zahl der Lehrstellensuchenden liegt um 104 ( +2,5 Prozent) über dem Vorjahreswert, offene Lehrstellen gibt es dagegen österreichweit um 180 (-5,8 Prozent) weniger.

Was den Kreis der von Arbeitslosigkeit besonders Betroffenen betrifft,  bleibt alles beim Alten: Vor allem bei Älteren, gesundheitlich Beeinträchtigten und gering qualifizierten Personen steigt die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen überdurchschnittlich. (red, derStandard.at, 2.6.2014)

  • Wer derzeit einen Job sucht, hat es nicht leicht. Doch zumindest in manchen Bereichen gibt es wieder Hoffnung: Gesucht werden etwa Mitarbeiter im Bereich Büro- und Handelsberufe.
    foto: apa/pfarrhofer

    Wer derzeit einen Job sucht, hat es nicht leicht. Doch zumindest in manchen Bereichen gibt es wieder Hoffnung: Gesucht werden etwa Mitarbeiter im Bereich Büro- und Handelsberufe.

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