Mit Trackern auf Single Stocks der Emirate setzen

2. Juni 2014, 08:57
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Zertifikate ermöglichen den einfachen Zugang zu arabischen Aktien

Zu den vielen Superlativen, die die Vereinigten Arabischen Emirate zu bieten haben, muss auch die Performance der beiden lokalen Aktienindizes gerechnet werden. So legte der Dubai Financial Market General Index (DFMGI) seit Jahresbeginn 50 Prozent, in den letzten zwölf Monaten sogar um 122 Prozent zu. Der Abu Dhabi Securities Market Index (ADX) bringt es in den gleichen Zeiträumen auf 21 und 52 Prozent. Zum Vergleich: Der DAX konnte in 2014 bisher 3 Prozent gewinnen; in den letzten zwölf Monaten waren es 19 Prozent. Gründe für die seit etwa 2012 andauernde Hausse gibt es viele: Die Emirate gehören mit einem Jahreseinkommen von 50.000 US-Dollar pro Kopf zu den finanzstärksten Ländern der Welt. Phantasie kommt zusätzlich aus dem Tourismus, der jährliche Zuwachsraten von zehn Prozent verzeichnet, und der Weltausstellung, die für 2020 ansteht.

Indexschwergewichte als Einzelinvestments: Banken und Immobilienwerte

Wer in einzelne Aktien der Emirate investieren möchte, sucht indes vergebens nach deren Listing in Deutschland und müsste unter hohen Transaktionskosten an den Heimatbörsen handeln. Die Deutsche Bank hat sich dieses Problems angenommen und nun Tracker- oder Partizipationszertifikate auf acht Einzelaktien aufgelegt. Mit Abu Dhabi Commercial Bank (DE000DE04VD3), First Gulf Bank (DE000DE04VA9), National Bank of Abu Dhabi (DE000DE04VB7), ALDAR Properties (DE000DE04VF8) und Dana Gas (Energierohstoffe; DE000DE04VH4) sind insgesamt über 51 Prozent der Marktkapitalisierung des ADX handelbar; Dubai Financial Market (Börse, DE000DE04VG6), Emaar Properties (DE000DE04VC5) und Arabtec (Bau&Industrie; DE000DE04VE1) bringen es im Börsenbarometer DFM des Nachbaremirats auf zusammen 36 Prozent des Indexgewichts.

Die Wertpapiere funktionieren wie ein Termin- oder Forward-Kontrakt, der per 21.9.15 abgerechnet und am 21.9.15 fällig wird. Da Dividenden den Terminkurs vermindern, notieren manche Zertifikate scheinbar unterhalb des aktuellen Aktienkurses; dieser Abschlag wird im Zeitverlauf immer kleiner. Investoren übernehmen ein Wechselkursrisiko, das in der Aufwertung des Euro gegenüber dem Dirham besteht, sowie ein Wiederanlagerisiko für den Fall, dass nach Fälligkeit keine Anschlussprodukte zur Verfügung stehen.

ZertifikateReport-Fazit: Wer auf die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte aus 1001 Nacht setzen und die Risiken einzelner Titel eingehen möchte, kann mit den Trackern der Deutschen Bank transparent, flexibel und zu geringen Kosten investieren. Um von geringen Geld-Brief-Spannen zu profitieren, sollten Orders möglichst während der Öffnungszeiten der Heimatbörse erteilt werden (10-14h Ortszeit).

Walter Kozubek ist Mitarbeiter des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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