NSA sammelt Millionen Bilder für Gesichtserkennung

1. Juni 2014, 09:16
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US-Geheimdienst will Auffinden von Zielpersonen rund um die Welt revolutionieren

Die NSA greift laut neuesten Snowden-Enthüllungen Massen an Bildern aus dem Internet ab, um sie mit Gesichtserkennungssoftware zu prüfen. Der US-Geheimdienst hoffe, mit Hilfe der Technologie das Auffinden von Zielpersonen rund um die Welt zu revolutionieren, schrieb die "New York Times" in der Nacht zum Sonntag.

Auch andere biometrische Daten

Laut Unterlagen aus dem Jahr 2011 sammelt die NSA täglich Millionen Bilder, davon hätten rund 55.000 eine für Gesichtserkennung geeignete Qualität. Genauso jage der Dienst der Spur von Fingerabdrücken und anderen biometrischen Daten hinterher, hieß es unter Berufung auf Papiere aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden.

"Tundra Freeze"

Die wichtigste Gesichtserkennungssoftware der NSA trage den Namen "Tundra Freeze" und kann laut dem Beispiel in einem Dokument eine Person auch erkennen, wenn sie sich die Haare abrasiert. Zugleich wird an anderer Stelle eingeräumt, dass Bärte das Programm verwirren können.

Eine NSA-Sprecherin wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht dazu äußern, ob der Dienst Zugang zur Datenbank des US-Außenministeriums habe, in der Bilder zu Visa-Anträgen gespeichert werden, - und ob er Fotos aus Online-Netzwerken abgreife. (APA, 1.6.2014)

  • Edward Snowdens Gesicht ist der NSA wohl bekannt. Laut seinen Enthüllungen sammelt der Geheimdienst täglich Millionen Bilder zur Gesichtserkennung.
    foto: reuters/ueslei marcelino

    Edward Snowdens Gesicht ist der NSA wohl bekannt. Laut seinen Enthüllungen sammelt der Geheimdienst täglich Millionen Bilder zur Gesichtserkennung.

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