Mitarbeiter des italienischen Staatsfernsehens streiken am 11. Juni

31. Mai 2014, 13:14
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Gewerkschaft: Durch 150 Mio-Kürzung droht Schließung mehrere Lokal-Redaktionen

Rom - Die rund 11.000 Mitarbeiter von Italiens öffentlich-rechtlicher TV-Anstalt RAI wollen aus Protest gegen die von der Regierung Renzi beschlossenen Kürzung ihrer Finanzmittel um 150 Millionen am 11. Juni in den Streik treten. Die "radikale Finanzierungskürzung" führe zum Abbau von Arbeitsplätzen und bedrohe "mehrere regionale RAI-Redaktionen", erklärte die Gewerkschaft am Samstag.

Um die Kürzungen abzufedern, hat das Staatsfernsehen bereits den Verkauf eines Minderheitsanteils an Rai Way beschlossen, an die vor 14 Jahren die Verwaltung der Infrastruktur und der Anlagen zur TV-Übertragung ausgelagert wurde. Durch eine Teilprivatisierung erhofft sich RAI zudem Einnahmen in Höhe von 250 Millionen Euro.

Aufsichtsrat kürzt eigene Gehälter

Ebenfalls gekürzt hat der RAI-Aufsichtsrat vor zwei Wochen bei seinen eigenen Gehältern. Diese wurden mit 240.000 Euro gedeckelt. Die Summe orientiert sich an einem Regierungsbeschluss, der eine Obergrenze von 240.000 Euro für das Jahresgehalt der Manager in Staatsbetrieben vorsieht. RAI gilt nicht als Staatsbetrieb, weshalb die Aufsichtsratsmitglieder beschlossen hatten, sich freiwillig anzupassen.

Die TV-Anstalt RAI, die 2012 noch Verluste in Höhe von 250 Mio. Euro verbucht hatte, schrieb 2013 wieder schwarze Zahlen und meldete einen Gewinn von fünf Millionen Euro. Das operative Ergebnis betrug 231 Mio. Euro, das sind 66 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Bei den Werbeeinnahmen wurde ein Plus von 1,1 Prozent verzeichnet, die Personalkosten wurden um zwei Prozent gesenkt. 2014 will die TV-Anstalt ihren Gewinn weiter steigern. (APA, 31.5.2014)

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