Unterlegener Präsidentschaftskandidat will Wahl in Ägypten anfechten

31. Mai 2014, 08:37
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Anhänger Sisis hätten zahlreiche Verstöße begangen

Kairo - Der unterlegene ägyptische Präsidentschaftskandidat Hamdin Sabahi will die Wahl anfechten. Der Wahlkampfstab des linksgerichteten Bewerbers teilte am Freitag mit, eine rechtliche Beschwerde bei der Wahlkommission eingereicht zu haben, weil es mehrere Verstöße gegeben habe. So hätten Anhänger des Wahlsiegers Abdelfattah al-Sisi selbst noch in den Stimmlokalen für den Ex-Armeechef geworben.

Das Sabahi-Lager forderte außerdem, sämtlich Stimmen für ungültig zu erklären, die am dritten Wahltag abgegeben wurden. Nach einer sich abzeichnenden niedrigen Wahlbeteiligung war die Abstimmung kurzfristig von zwei auf drei Tage verlängert worden. Unabhängige Wahlbeobachtern zufolge war dies zulässig, auch wenn dadurch die Integrität des Wahlprozesses infrage geraten sei.

Mehr als 93 Prozent für Sisi

Ein offizielles Ergebnis der Wahl liegt noch nicht vor. Vertreter der Justizbehörden hatten jedoch erklärt, Sisi habe mehr als 93 Prozent der Stimmen erhalten. Sabahi kam demnach nur auf drei Prozent. Am Donnerstag räumte er daraufhin seine Niederlage zwar ein, kritisierte aber zugleich, dass die Wahlbeteiligung zu hoch beziffert worden sei.

An Sisis Sieg hatte bereits im Vorfeld der Abstimmung kein Zweifel bestanden. Daher rückte die niedrige Wahlbeteiligung von 44,4 Prozent in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, denn sie gilt als wichtiger Hinweis darauf, wie beliebt Sisi tatsächlich im Volk ist. (APA, 31.5.2014)

  • Der einzige Konkurrent Abdelfattah Al-Sisis, Hamdin Sabahi, will die Präsidentenwahl anfechten.
    foto: epa/khaled elfiqi

    Der einzige Konkurrent Abdelfattah Al-Sisis, Hamdin Sabahi, will die Präsidentenwahl anfechten.

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