Gelähmter mit Roboteranzug soll Fußball-WM eröffnen

30. Mai 2014, 19:43
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Bewegungen werden allein durch Gehirnaktivitäten gesteuert

Die Eröffnungszeremonie der Fußball-WM wartet mit einer besonderen Premiere auf: In der Corinthians Arena in Sao Paulo soll am 12. Juni ein Querschnittsgelähmter mithilfe eines von Wissenschaftlern entwickelten Roboteranzuges wieder gehen. Gesteuert werden die Bewegungen allein durch Gehirnaktivitäten, wie die Wissenschafter des Projektes "Andar de Novo" (Wieder laufen) am Freitag mitteilten.

Ankick

Der querschnittsgelähmte Patient kann deshalb im Zuge der Eröffnungsfeier auch den Ankick mit dem WM-Ball "Brazuca" vornehmen. FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hatte kürzlich von einem "faszinierenden Projekt" gesprochen.

Die Erkenntnisse über die Forschungen des internationalen Forscher- und Ingenieurteams um den brasilianischen Koordinator und Neurowissenschaftler Miguel Nicolelis sollen in den kommenden Monaten in Fachzeitschriften veröffentlicht werden.

Gleichgewicht und Kontrolle durch Exoskelett

Der Anzug ist 1,78 Meter groß und wiegt 60 bis 70 Kilogramm. "Das ist aber irrelevant, weil der Patient dies nicht spüren wird, die Maschine wird verantwortlich sein für das Gleichgewicht und die Kontrolle des Exoskeletts (Stützstruktur), während der Patient Anfang und Ende der Bewegungen und auch den Schuss (mit dem Ball) bestimmt", erklärte Nicolelis. (APA, 30.5.2014)

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