Systemischer Frauenhass 

30. Mai 2014, 18:42
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Indien hat ein Problem mit seinem Frauenbild

Die Erkenntnis lässt sich nicht länger verdrängen: Indien hat ein fürchterliches Problem mit seinem Frauenbild. Oder: Große Teile der indischen Gesellschaft haben ein solches Problem. Die Details der Massenvergewaltigung und Ermordung zweier junger Mädchen in einem indischen Dorf lassen den Schluss zu, dass es sich um systemischen Frauenhass von pathologischen Ausmaßen handelt.

Zwei junge Mädchen wurden auf dem Feld von einigen Männern vergewaltigt, erdrosselt und an Bäumen aufgehängt. Als sich die Eltern an die Polizei wandten, wurden sie von dieser verjagt, ein Täter von der Polizei geschützt. Der Mutter eines der Opfer wurde aufgelauert, ihr wurden mehrere Knochen gebrochen. Die Polizei versuchte die Spuren der Tat zu verwischen und wurde nur durch eine spontane Mahnwache von dutzenden Dorfbewohnern vor den Bäumen gehindert.

Kenner der Situation sprechen von einem "absolut kranken" Frauenbild in der indischen Gesellschaft. Die Frau wird als Objekt betrachtet, mit dem man verfahren kann, wie man will - noch dazu, wenn sie aus einer niedrigeren Kaste stammt, wie die beiden Mädchen.

Dieser Vorfall und zahlreiche andere, die zuletzt ans Licht gekommen sind - wohl auch durch die besseren Medien - sind offenbar eine grausame Realität abseits von Peace-&-Love-Gesumse für westliche Sinnsucher. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 31.05.2014)

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