Nach Exkommunikation: Vorsitzende von "Wir sind Kirche" hofft auf Gespräch

30. Mai 2014, 10:47
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Martha Heizer will mit Bischof Scheuer über ihren Ausschluss sprechen 

Wien - Die Vorsitzende von "Wir sind Kirche", Martha Heizer, hofft auf ein Gespräch mit dem Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer über ihre Exkommunikation aufgrund der Abhaltung von Privatmessen. Diese sei nichts Endgültiges, erklärte sie am Freitag. Innerhalb der Organisation gebe es sowohl unterstützende als auch kritische Stimmen, weswegen Heizer die Vertrauensfrage stellen will.

Sie sehe der Exkommunikation gelassen entgegen. Eine Kontaktaufnahme von der Diözese aus habe es nicht gegeben. Seit Jahren versuche "Wir sind Kirche", mit Bischof Scheuer ins Gespräch zu kommen. "Ich hoffe, dass der Bischof dem endlich einmal zustimmt", so Heizer. Die von der Kirche eine zehntägige Bedenkfrist bekommen hat. Heizer hatte 2011 öffentlich gemacht, dass sie mit einer Gruppe von fünf anderen Gläubigen private Eucharistiefeiern veranstaltet.

Rücktritt empfohlen

Auch viele Mitglieder von "Wir sind Kirche" stünden hinter ihr, sagt Heizer: "Es gibt in unserer Bewegung viele Leute, die die gleichen Kirchenstrafen erhalten haben, etwa wiederverheiratete Geschiedene." Diese würden sich gut vertreten fühlen. "Aber es gibt auch eine andere Gruppe, die meint, es sei ein Schritt zu viel gewesen." Gemeint ist damit unter anderem Heizers Vorgänger Hans Peter Hurka, der ihr den Rücktritt empfohlen hatte.

Bei der Vorstandssitzung von "Wir sind Kirche" am Dienstag nach Pfingsten will die Obfrau die Vertrauensfrage stellen. "Ich will ja nicht sesselkleben. Dafür ist der Sessel noch zu frisch, um kleben zu können." Heizer ist erst im April in ihr Amt gewählt worden. (APA, 30.5.2014)

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