Gemeinnützige spitzen auf Kasernenareale 

30. Mai 2014, 10:31
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Verfügbarkeit günstiger Baugründe als "brennendstes Problem für den Wohnungsbau"

Die Verfügbarkeit günstiger Baugründe sei das "mit Abstand brennendste Problem für den Wohnungsbau" und stehe deshalb "ganz oben auf der wohnungspolitischen Prioritätenliste der Gemeinnützigen", sagte Karl Wurm, Obmann des Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen (gbv), in dieser Woche beim gbv-Verbandstag in Innsbruck.

Baulandmobilisierung nötig

Das habe auch eine Umfrage unter den 190 Mitgliedsunternehmen klar gezeigt. Durch wirksame Maßnahmen gelte es nun zur Baulandmobilisierung anzusetzen, "um den gerade in den Ballungszentren stark nachgefragten Wohnraum anbieten zu können".

Als "Hoffnungsgebiet" für günstiges Bauland sieht Wurm ehemalige Kasernenareale. "Es ist erfreulich, dass die Bundesregierung die Dringlichkeit grundstücksmobilisierender Maßnahmen erkannt hat. Nun gilt es aber den Worten Taten folgen zu lassen und im Eigentum der öffentlichen Hand stehende Grundstücksreserven rasch für den geförderten Wohnbau zu widmen", forderte Wurm.

Neue Widmungskategorie

Zusätzlich bedürfe es auch einer verfassungsrechtlichen Klarstellung zur Anwendung baulandmobilisierender Instrumente in den Ländern und Gemeinden.

Die neue Widmungskategorie "förderbarer Wohnbau", die die Stadt Wien mit ihrer neuen Bauordnung per Anfang Juli einführt, ist für Wurm vorerst nur "ein Versuch", bei dem man erst sehen müsse, wie er sich tatsächlich auswirken wird. (mapu, DER STANDARD, 31.5.2014)

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