200 Millionen Euro für Sanierung der Universitäten

30. Mai 2014, 10:16
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Geld von Gewinnen der Bundesimmobiliengesellschaft - Keine Neubauten

Wien - Die Gebäude mancher österreichischer Unis sind nicht mehr sicher, vor allem an der Universität für Angewandte Kunst befindet sich der Schwanzertrakt in desolatem Zustand. Von 2013 bis 2017 stehen jetzt 200 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen die Gebäude saniert werden können. Das Geld stammt aus den Gewinnen der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

Für im Bauleitplan vereinbarte Sanierungen gibt es laut Wissenschaftsministerium 162 Millionen Euro, 15,3 Millionen für unmittelbar sicherheitsrelevante Projekte. In die thermische Sanierung fließen zusätzlich 22,7 Millionen.

Neubauten werden im Zuge der Initiative nicht errichtet. Großprojekte sind der Umbau eines ehemaligen Laborgebäudes zu einem Bürogebäude an der Medizin-Uni Innsbruck, die Sanierung der Bibliothek der Uni Graz, des desolaten Schwanzertraktes an der Uni für Angewandte Kunst, des Hauptgebäudes und Nordtrakts der Uni Klagenfurt und der Bibliothek der Uni Wien.

An der Technischen Universität Wien werden außerdem parallel zur Sicherheitssanierung des Hauses am Karlsplatz "bauliche Begleitmaßnahmen" finanziert, auch der Forschungsverbund BioTechMed an der Technischen Universität Graz wird saniert.

An der Technischen Universität Graz wird außerdem das Institut für Maschinenbau thermisch saniert, an den Standorten der Uni für Bodenkultur in Groß-Enzersdorf und Tulln in Niederösterreich soll durch ein Projekt-Bündel die Nachhaltigkeit gesteigert werden. Dazu kommt eine neue Gebäudeleittechnik an der Veterinärmedizinischen Uni, eine thermische Sanierung an der Kunst-Uni Graz und die Einrichtung einer Fotovoltaikanlage an der Uni Salzburg.

Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit werden an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Linz fünf Millionen Euro sowie jeweils 3,5 Millionen Euro an der Wiener Medizin-Uni und der Montanuni Leoben investiert. Weitere 3,3 Millionen gehen in die Dekontaminierung der "Alten Chemie", wo bei einem Unfall im Mai 2013 radioaktive Strahlung ausgetreten war. (APA/red, 30.5.2014)

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