A1 bestätigt kürzliche "Probleme" bei Rufnummernmitnahme

28. Mai 2014, 15:11
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Kunde: "Werde drei Tage lang kein Handynetz haben" - Mobilfunker reagiert: "Einzelfall", der positiv erledigt wurde

Beim Mobilfunk-Marktführer A1 gibt es weiter Probleme mit der Rufnummernmitnahme. Ein Kunde bekam am Mittwoch bei der Servicehotline die Auskunft, aufgrund seines Vertragswechsels drei Tage am Handy nicht erreichbar zu sein. A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm bestätigte auf APA-Anfrage zwar einen "Rückstau bei der Nummernportierung", die Kunden würden aber auf alle Fälle erreichbar bleiben.

Der A1-Kunde hat das Sonderkündigungsrecht aufgrund der Tarifänderung in Anspruch genommen. Er hat mit 31. Mai seinen Vertrag bei A1 gekündigt, um zu "3" (Hutchison) zu wechseln.

Aufwendige Rufnummernportierung

"Die Rufnummernportierung ist total mühsam. Ich habe bereits sehr viel Zeit durch das Warten in den Shops und am Telefon verwendet", sagte der Kunde. Er bemühe sich seit 12. Mai um die Portierung, Besuche in Shops seines neuen und seines alten Netzbetreibers und eine elektronische Formularübermittlung seien erfolglos verlaufen.

Nun habe er als "Portierdatum" den 2. Juni und sei laut Auskunft der A1-Servicehotline zwischen 30. Mai und 2. Juni am Handy nicht erreichbar. "Der Fehler würde bei '3' liegen, und A1 könne daran nichts ändern, erzählte mir ein Mitarbeiter bei der Servicehotline", sagte der A1-Kunde zur APA.

A1 bestätigt Probleme

A1-Sprecherin Dandrea-Böhm bestätigte "technische Probleme" in den vergangenen Tagen bei der Nummernportierung, betont aber gegenüber dem WebStandard, dass die Plattform wieder "stabil" laufe und es derzeit keine Probleme, aber einen "Rückstau" gäbe. . derStandard.at hatte bereits vor knapp zwei Wochen über Probleme bei A1 berichtet.

"Für die wenigen Fälle, wo sich die Portierung nicht zeitgerecht ausgeht, gibt es entweder eine Lösung mit B.free oder einer Reaktivierung der Nummer. Falls der Kunde eine andere Auskunft bekommen hat, tut uns das leid", sagte Dandrea-Böhm. Eine B.free Umstellung sei immer kostenlos, eine Reaktivierung, wenn man bereits zuvor die Nummer gewechselt habe, koste normalerweise 69,90 Euro. "Wir schauen uns diese Fälle aber immer individuell an, was der Grund für die Reaktivierung ist und ob eine kostenlose Kulanzlösung möglich ist", so Dandrea-Böhm.

"3": A1 hat Rufnummernmitnahme versichert

Auch von "3"-Pressesprecherin Petra Jakob hieß es am Mittwoch auf APA-Anfrage, A1 habe aufgrund der aktuellen Portierprobleme versichert, dass "betroffene Kunden keine Sorge um ihre Rufnummer haben müssen".

Zum grundsätzlichen Vorgang bei einer Rufnummernmitnahme sagte Dandrea-Böhm, der Antrag solle mindestens drei Werktage vor Ablauf des alten Vertrags gestellt werden. Um seine Rufnummer zu einem anderen Betreiber mitzunehmen, brauche der Kunde seine Nummernübertragungsverordnung (NÜV). Diese NÜV mit den jeweiligen Daten könne sich der Kunde in allen Verkaufsstellen von allen Betreibern, aber auch bei Elektrohändlern und anderen ausdrucken lassen (geht über eine Austauschplattform). Mit dieser NÜV könne der Kunde dann seine Nummer zu einem anderen Betreiber portieren.

A1: "Keine Kündigungswelle"

Die A1-Sprecherin bekräftigte, dass man von "keiner Kündigungswelle" aufgrund der Tarifänderung und eines damit einhergehenden Sonderkündigungsrechts sprechen könne.

Update, 18:40 Uhr: A1 hat mittlerweile den beschriebenen Fall nach eigenen Aussagen "positiv erledigt". Es soll sich um einen Einzelfall gehandelt haben. Der Kunde wäre noch bis 31. Mai aktiv und erreichbar gewesen, nun wird A1 seine Rufnummer bis zur Portierung am 2. Juni kostenlos aktiv halten. (APA, derStandard.at, 28.5.2014)

  • A1 betont, die Bezeichnung "Kündigungswelle" sei unangebracht.
    foto: a1

    A1 betont, die Bezeichnung "Kündigungswelle" sei unangebracht.

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