EU genehmigt Verkauf von irischer Telefonica-Tochter unter Auflagen

28. Mai 2014, 14:36
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Käufer Hutchison 3G muss zwei weiteren virtuellen Mobilfunkanbietern Zugang ermöglichen

Der asiatische Mischkonzern Hutchison Whampoa bekommt aus Brüssel Auflagen für die Übernahme der irischen Mobilfunktochter des spanischen Telekomkonzerns Telefonica. Die Brüsseler EU-Kommission genehmigte den Zukauf am Mittwoch unter Bedingungen. Ohne diese Einschränkungen hätten Verbrauchern in Irland nach Einschätzung der EU-Kommission höhere Preise gedroht.

Durch die Übernahme verschmelzen der zweitgrößte und der drittgrößte Mobilfunkanbieter Irlands, als Konkurrenten bleiben nur noch Vodafone und die Firma Eircom übrig.

Virtuelle Provider

Damit es weiterhin genug Wettbewerb auf dem irischen Markt gibt, muss der Käufer Hutchison 3G nun zwei weiteren sogenannten virtuellen Mobilfunkanbietern den Zugang zum Markt ermöglichen. Solche Anbieter geben Verbrauchern Zugang zu den Netzen Dritter. Hutchison muss ihnen Bandbreite zur Verfügung stellen.

Zudem musste Hutchison Zusagen machen, dass die Firma den Konkurrenten Eircom weiterhin ihr Netz nutzen lässt. Die EU-Kommission hatte befürchtet, dass Eircom andernfalls Schwierigkeiten haben könnte, eine landesweite Abdeckung zu gewährleisten.

Angesichts verstärkter Nutzung von Mobilgeräten "sollten die europäischen Verbraucher auch in Zukunft Zugang zu hochwertigen und preisgünstigen Dienstleistungen haben", erklärte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.

Angekündigt

Telefonica hatte bereits im vergangenen Juni mitgeteilt, das Irland-Geschäft sei für bis zu 850 Mio. Euro an Hutchison verkauft worden. Größere Zusammenschlüsse und Firmenübernahmen prüft in Europa die EU-Kommission. Dies soll verhindern, dass der Wettbewerb leidet und Konkurrenten oder Verbraucher Schaden nehmen. (APA, 28.05.2014)

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