Telekom-Hauptversammlung: Ex-Vorstände zahlen Millionen zurück

28. Mai 2014, 13:25
posten

Aufsichtsratschef Kemler:  Schiezler zahlt 1,05 Mio. Euro in Raten zurück, Fischer weitere 2 Mio. Euro

Die in die Telekom-Prozesse verwickelten ehemaligen Vorstände der Telekom Austria werden mehrere Millionen Euro an Schadenersatz zurückzahlen, kündigte Telekom-Aufsichtsratschef Rudolf Kemler am Mittwoch in der Hauptversammlung in Wien an. Es sei aber unrealistisch, die angemeldeten Ansprüche in der Höhe von insgesamt 36,5 Mio. Euro ersetzt zu bekommen.

2,8 Millionen Euro

"Bis Ende Jänner 2014 konnten wir Schadenersatzzahlungen von 2,8 Mio. Euro lukrieren", berichte Kemler den Aktionären. Es sollen aber weitere Millionen an das Unternehmen zurückfließen.

"Wir haben mit Kronzeuge Schiezler vor kurzem eine Einigung gefunden. Er wird in Raten 1,05 Mio. Euro erstatten", so Kemler heute. Auch mit dem ehemaligen Festnetzvorstand Rudolf Fischer sei man sich "in Grundzügen" einig. Er soll demnach weitere 2 Mio. Euro an Schadenersatz leisten. Die Hauptversammlung soll die Vergleiche im nächsten Jahr genehmigen.

Aufarbeitung abgeschlossen

Fischer habe bereits 500.000 Euro zurückgezahlt, Ex-Finanzvorstand Stefano Colombo bisher 196.000 Euro. Generaldirektor Heinz Sundt habe noch keinen Schadenersatz bezahlt, berichtete Kemler heute. Unternehmensseitig sei die Aufarbeitung aber abgeschlossen. Von den 19 anhängigen Verfahren seien 12 eingestellt.

Die Telekom Austria hat zwischen 2011 und 2013 rund 6,3 Mio. Euro für Anwälte und Gutachten ausgegeben. Kemler hofft aber, zumindest einen Teil davon von der Rechtsschutzversicherung zurückzubekommen. Es gebe darüber Verhandlungen. (APA, 28.05.2014)

Share if you care.