Drama bei Werbedreh der DFB-Elf

28. Mai 2014, 09:29
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Autounfall mit zwei verletzten Zuschauern überschattet Trainingslager - Führerscheindebatte um Trainer Löw im Hintergrund

St. Martin - Die Vorbereitung der DFB-Auswahl auf das Turnier in Brasilien ist am Dienstag von einem tragischen Zwischenfall überschattet worden. Bei einer Sponsorenaktion kam es im Passeiertal zu einem folgenschweren Autounfall, bei dem zwei Personen verletzt wurden. Während ein Streckenposten mit leichten Verletzungen davonkam, wurde ein 63 Jahre alter deutscher Urlauber schwer verletzt.

Zu dem Unfall war es offenbar gekommen, weil der vor DTM-Rennfahrer Pascal Wehrlein fahrende Formel-1-Pilot Nico Rosberg wegen einer vor ihm aufgetauchten Person stark bremste. Wehrlein wich aus und erfasste den Streckenposten und den deutschen Urlauber. In beiden Autos saßen auch DFB-Nationalspieler. Dabei soll es sich um die beiden Schalker Profis Benedikt Höwedes und Julian Draxler gehandelt haben.

Rosberg war erschüttert: "Der Vorfall hat mich schockiert. Meine Gedanken sind bei den beiden Verletzten", twitterte der Mercedes-Pilot.

Rosberg, Wehrlein und Golf-Star Martin Kaymer hatten am Dienstag die deutsche Mannschaft in ihrem WM-Trainingslager in Südtirol besucht. Dass das Trainingslager des dreimaligen Weltmeisters unter keinem guten Stern steht, war schon am Vormittag deutlich geworden, als bekannt wurde, dass Joachim Löw wegen überhöhter Geschwindigkeit seinen Führerschein verloren hat. Der Bundestrainer hat nicht nur mit der DFB-Auswahl, sondern auch in Flensburg reichlich Punkte gesammelt, was er auch freimütig einräumte.

"Selbstverständlich stehe ich dazu, dass ich manchmal leider zu schnell gefahren bin, ich weiß, dass ich mich hier zügeln muss", sagte der 54-Jährige in einer offiziellen Mitteilung: "Ich habe meine Lektion gelernt und werde mein Fahrverhalten ändern. Es gibt da nichts schönzureden, natürlich muss ich jetzt mit den Konsequenzen leben und nutze häufig die Bahn."

Löw soll nach übereinstimmenden Angaben verschiedener Medien zu schnell gefahren sein und mit dem Handy am Steuer seines DFB-Dienstwagens telefoniert haben. Der Vorfall soll sich bereits im März ereignet haben. (sid/red, 28.5.2014)

  • Turbulenzen im DFB-Team wenige Tage vor dem WM-Start.
    foto: reuters/ina fassbender

    Turbulenzen im DFB-Team wenige Tage vor dem WM-Start.

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