Strabag reduziert Verluste

28. Mai 2014, 08:00
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Das milde Klima hilft dem Baukonzern, seinen Konzernverlust um sechs Prozent einzudämmen, der Ausblick ist stabil

Wien - Österreichs größter Baukonzern Strabag SE hat seine Verluste im ersten Quartal 2014 massiv abgebaut. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich um fünf Prozent auf minus 163,74 Mio. Euro. Der Konzernverlust sank um sechs Prozent auf 132 Mio. Euro. Dank des milden Wetters erhöhte sich die Bauleistung um zehn Prozent auf 2,34 Mrd. Euro. Auch der Umsatz stieg um 10 Prozent, teilte der Konzern mit.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verringerte sich der Verlust (Ebitda) heuer in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 10 Prozent auf 69,91 Mio. Euro. Die Abschreibungen gingen um ein Prozent zurück.

Wegen des nun abgeschlossenen Aktienrückkaufprogrammes sei die Anzahl der gewichteten ausstehenden Aktien von 103.018.317 auf 102.599.997 Stück zurückgegangen, geht aus der Mitteilung hervor. Der Verlust je Aktie (EPS) sank somit von 1,36 auf 1,29 Euro.

Steigender Preisdruck

Im Gesamtjahr 2014 sind aber weder beim Umsatz noch bei der Bauleistung große Steigerungen zu erwarten - der Vorstand geht nach wie vor von einer gegenüber dem Vorjahr gleichbleibenden Bauleistung von 13,6 Mrd. Euro aus und rechnet mit einem Ebit von "zumindest 260 Mio. Euro". Das Umfeld sei angesichts des höheren Preisdrucks im europäischen Infrastrukturbau "herausfordernd". Die Bedingungen im privaten Hochbau seien aber "weiterhin solide" und "freundlich", vor allem in Deutschland.

"Daran hat sich im ersten Quartal nichts geändert. Was sich jedoch geändert hat, ist das Wetter gegenüber dem Vergleichsquartal: Im Vorjahr machten die Witterungsbedingungen die Bautätigkeit über weitere Strecken unmöglich. Nun unterstützten sie dagegen die Rückkehr zu gewohnten Niveaus der Leistung", relativierte Konzernchef Thomas Birtel.

Der Auftragsbestand der Strabag erweiterte sich zwischen Jänner und März um 5 Prozent auf 14,48 Mrd. Euro - vor allem dank der Großprojekte in Deutschland, Chile, der Slowakei und Ungarn.

Die Eigenkapitalquote des Bauriesen erhöhte sich zum Jahresauftakt leicht auf 31 Prozent - nach 30,7 Prozent zu Jahresende 2013. Die Nettoverschuldung erreichte per Ende März 98,4 Mio. Euro. Der Mitarbeiterstand verkleinerte sich um 1 Prozent auf 69.335 Arbeitnehmer - in Polen sei Personal marktbedingt abgebaut worden, in Russland und Rumänien projektbedingt. Neueinstellungen gab es dafür in Deutschland und Ungarn. (APA, 28.5.2014)

  • Wegen der guten Witterung konnte die Strabag im Auftaktquartal mehr bauen.
    foto: reuters/heinz-peter bader

    Wegen der guten Witterung konnte die Strabag im Auftaktquartal mehr bauen.

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