Vorzugsstimmen: Keine Vorreihungen bewirkt

27. Mai 2014, 18:23
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Gesenkte Hürde bei Vorzugsstimmen änderte nichts

Wien - Erst mit dem amtlichen Endergebnis am 6. Juni stehen auch die exakten Zahlen an Vorzugstimmen, die die EU-Kandidaten für sich verbuchen können, fest. Als so gut wie fix gilt jedoch, dass die niedrigere Hürde auch diesmal zu keinen Vorreihungen führt. Denn die nötigen fünf Prozent der jeweiligen Parteistimmen schafften nur die Erstgereihten der Parteilisten sowie die ÖVP-Zweitgereihte Elli Köstinger.

Das bedeutet, dass etwa die grüne Niederösterreicherin Madeleine Petrovic nicht ins EU-Parlament einzieht, obwohl sie - kräftig unterstützt von der Landespartei - versucht hat, Vorzugsstimmen zu bekommen. Mit 11.150 schaffte sie nur etwas mehr als die Hälfte der nötigen 20.505. Die drei EU-Abgeordneten der Grünen sind also Ulrike Lunacek, Michael Reimon und Monika Vana.

Der Vergleich mit der Nationalratswahl zeigt, dass nur die Liste EU-Stop, die zuletzt als EU-Austritt angetreten war, seit dem Herbst absolut zugelegt hat. (red, DER STANDARD, 28.5.2014)

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