Bifie-Daten: Ermittlungen "unter anderem" gegen Unbekannt

27. Mai 2014, 15:58
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Täter hatte sich Mitte Jänner widerrechtlichen Zugriff verschafft

Wien – Wie aus dem Abschlussbericht des Bundeskriminalamtes hervorgeht, waren die Schülerdaten des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) am rumänischen Server nicht öffentlich einsehbar. Vielmehr hatte sich Mitte Jänner "ein unbekannter Täter mittels Umgehung von Sicherheitsschranken“ widerrechtlich Zugriff verschafft, sagt Robert Holzleitner von der Staatsanwaltschaft Salzburg im Gespräch mit derStandard.at.

Auf einem rumänischen Testserver einer Partnerfirma des für nationale und internationale Bildungstests zuständigen Bifie waren im Februar angeblich ungeschützte Ergebnisse von informellen Schülertests aus den Jahren 2011 und 2012 aufgetaucht. War zunächst noch von einem Datenleck die Rede, kam es nach einer Anzeige des Bifie schon bald zu Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BKA). Am Bifie selbst soll es in diesem Zusammenhang bereits eine Kündigung gegeben haben.

Im Zuge der Ermittlungen wurden zwei als Beschuldigte geführte Personen aus dem Bifie-Umfeld befragt. "Beide weisen die Schuld von sich“, sagt Holzleitner. Es sei wahrscheinlich, dass in dieser Causa weiter ermittelt wird. Möglicherweise werde ein Sachverständiger bestellt. Die Ermittlungen würden "unter anderem gegen unbekannt“ lauten. (burg, derStandard.at, 27.5.2014)

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