Ö1-Chef: Wrabetz will mit allen Bewerbern reden

27. Mai 2014, 14:59
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Wegen divergierender Vorschläge von Radiodirektor Amon und Redakteursrat

Wien - Die Nachfolge von Bettina Roither an der Spitze des ORF-Radios Ö1 dürfte doch noch etwas dauern. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz will vor einer endgültigen Entscheidung noch einmal Gespräche mit allen Bewerbern führen. Radiodirektor Karl Amon hatte vergangene Woche Peter Klein als neuen Ö1-Chef vorgeschlagen, der Redakteursrat und die Ö1-Redakteure favorisieren indes Ulrike Wüstenhagen.

Klein soll beim offiziellen ORF-Hearing den besten Eindruck hinterlassen haben. Amon entschied deshalb für den Ö1-Feature und -Literaturchef. Klein sei jedenfalls "ein kreativer Programminnovator und bürgt für hohes Niveau" und er zeichne sich zudem durch "hohe Motivations- und Durchsetzungsfähigkeit", so Amon. Die Ö1-Redakteure hatten sich unterdessen mehrheitlich für Wüstenhagen ausgesprochen.

Aufgrund der divergierenden Vorschläge und weil alle Kandidaten interessante Konzepte und Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung von Ö1 und den Kulturbereich des ORF vergelegt hätten, werde Wrabetz nun noch Gespräche mit allen Bewerbern führen und erst danach eine endgültige Entscheidung treffen, bestätigte man am Dienstag im Büro des Generaldirektors. Neben Klein und Wüstenhagen wird Wrabetz in Sachen Ö1-Leitung also auch mit Rainer Rosenberg, Silvia Lahner und Kurt Reissnegger reden. Laut dem Büro des ORF-Chefs soll der Entscheidungsfindungsprozess im Laufe des Juni abgeschlossen sein. (APA, 27.5.2014)

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