Bewerbungen werden meist überflogen

27. Mai 2014, 10:51
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Gute Bewerbungsunterlagen nehmen viel Zeit in Anspruch. Gelesen sind sie meist in weniger als fünf Minuten, so eine aktuelle Umfrage

Bewerbungen zu schreiben ist Arbeit - eine oft vergebliche. Leider. Dennoch, und weil die Hoffnung einfach zuletzt stirbt, so wie der Optimist im innersten Selbst, gibt man sich der Erstellung von Lebenslauf, An- und Motivationsschreiben immer wieder hin.

Das Jobportal karriere.at hat nun erfragt, wie viel Zeit seitens der Bewerber, aber auch seitens der Personalverantwortlichen dafür investiert wird - fürs Schreiben, respektive fürs Lesen. Insgesamt wurden 687 User befragt, darunter 148 HR-Manager, Führungskräfte und Unternehmer.

Gezielt bewerben

Klar ist, dass mittels Bewerbungsunterlagen beim potenziellen Arbeitgeber ein erster Eindruck entsteht - entsprechend mehr Zeit nehmen sich Arbeitnehmer bei der Erstellung.

Laut Umfrage investieren sechs von zehn (59 Prozent) mehr als eine Stunde in diese Arbeit. Jeder Vierte mache sich mehr als eine halbe Stunde ans Werk, 12 Prozent zwischen einer Viertel- und einer halben Stunde, heißt es weiter. Vier Prozent der Befragten passen ihre Bewerbungsunterlagen immer wieder geringfügig an - mit einem Zeitinvestment von rund 15 Minuten.

Schnelle Auslese

Auf der anderen Seite, jener der potenziellen Arbeitgeber ist der Zeitaufwand ein geringerer. 52 Prozent der 148 HR-Manager, Führungskräfte und Unternehmer nehmen sich pro Kandidat immerhin mehr als zehn Minuten Zeit. Jeder Fünfte braucht bis zu zehn Minuten, um durch eine Bewerbung zu gehen.

Mehr als ein Viertel entscheidet sich schneller: 23 Prozent wissen in weniger als fünf Minuten, ob sie einen Kandidaten oder eine Kandidatin zum Vorstellungsgespräch einladen wollen.

Bewerber müssen Bezug herstellen

No-Gos seien mangelhafte Rechtschreibung, Unübersichtlichkeit oder fehlender Bezug zum Wunscharbeitgeber. Auch Standard-Unterlagen sind nicht gerne gesehen. Es sei sofort ersichtlich, ob sich der Bewerber mit dem Unternehmen und den Anforderungen der vakanten Position auseinander gesetzt oder eben nur Firmennamen und Datum ausgetauscht habe, so die Personalverantwortlichen. (red, derStandard.at, 27.5.2014)

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