Kunst vom Mond: "LRO" schickt seit fünf Jahren spektakuläre Bilder

Ansichtssache27. Mai 2014, 11:39
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Die Mission war zunächst für ein Jahr geplant, mittlerweile kreist die NASA-Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) bereits fünf Jahre um den Mond und sendet Daten und zahllose hochauflösende Bilder zur Erde. Vermutlich mindestens weitere zwei Jahre werden folgen. Um das kleine Jubiläum gebührlich zu begehen, hat die US-Raumfahrtbehörde eine Shortlist der kunstvollsten Krater-Aufnahmen präsentiert, die "LRO" seit 2009 geschossen hat. Die User sind nun aufgerufen, daraus einen Gewinner zu küren.

Der "Lunar Reconnaissance Orbiter" war zu Beginn Teil einer Doppelmission: Der Orbiter und eine Einschlags-Sonde, der "Lunar Crater Observation and Sensing Satellite" (LCROSS), hoben am 18. Juni 2009 an Bord einer Atlas-V(401)-Rakete in Cape Canaveral (Florida) ab. Während "LCROSS" am 9. Oktober 2009 geplant an der Mondoberfläche zerschellte - was der Erforschung von Wassereis in Kratern dienen sollte - beobachtet "LRO" den Erdtrabanten seither aus rund 50 Kilometer Höhe.

Russische und amerikanische Mondmissionen aus der Nähe

Zu den Highlights der letzten fünf Jahre zählen die Bilder von den Landeplätzen der "Apollo"-Missionen, den kilometerlangen Spuren, die das russische Mondmobil "Lunochod 2" 1973 im Mondstaub hinterlassen hatte, oder die farbenfrohe Aufnahme von der dunklen Seite des Mondes.

Die hochauflösenden Fotos seiner Oberfläche sollen dem Mond nicht nur seine Geheimnisse entlocken, sondern bilden auch die Grundlage für spätere bemannte Mondmissionen. Eines der Ziele der "LRO"-Mission ist es, dafür geeignete Landeplätze zu suchen. (tberg, derStandard.at, 27.5.2014)


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foto: nasa

Bei einer Vermessung der Mondoberfläche per Laserstrahl entstand dieses Bild: Die Farben zeigen die jeweilige Neigung der Geländeformationen an. Blau- und Grüntöne geben flaches bis gemäßigt ansteigendes Gelände wieder, rot weist auf steile Formationen hin.

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