Was Bilanzbuchhalter verdienen

3. Juni 2014, 16:44
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Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse gehören zu den wichtigsten Aufgaben. Spitzenverdiener erzielen Gehälter von über 70.000 Euro brutto pro Jahr

Bilanzbuchhalter sind mit der selbstständigen Erstellung von Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen nach UGB und IFRS betraut. Sie verantworten die Buchung von Kreditoren, Debitoren und Sachkonten und sind für monatliches Reporting zuständig. Sie erstellen Umsatzsteuervoranmeldungen und Steuererklärungen, betreuen Bankbuchungen und Zahlungsverkehr und sind erste Ansprechperson für Prüfungsstellen, Finanzämter und Behörden.

Zusätzlich arbeiten Bilanzbuchhalter in der Kostenrechnung mit und sind für Gehaltsabrechnungen zuständig. Sie verantworten die Analyse und Pflege der Stammdaten.

Studium ist keine Voraussetzung

Bilanzbuchhalter verfügen über eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, in der Regel HAK oder HASCH bzw. eine kaufmännische Lehre. Ein absolviertes Wirtschaftsstudium ist von Vorteil, aber in vielen Fällen nicht Voraussetzung. Für ein berufliches Vorankommen ist hingegen eine abgelegte Bilanzbuchhalterprüfung von großem Wert. Sehr gute EDV-Anwenderkenntnisse in den gängigen MS-Office-Programmen werden als selbstverständlich vorausgesetzt.

In persönlicher Hinsicht zeichnet Bilanzbuchhalter ein hohes Maß an Genauigkeit und analytisches Denken mit einer selbstständigen und strukturierten Arbeitsweise aus. Sie verfügen über eine große Affinität zu Zahlen, hohes Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit zu eigenständigem Arbeiten.

Spitzenverdienst

Nach abgelegter Bilanzbuchhalterprüfung nach mindestens drei Berufsjahren verdienen Bilanzbuchhalter durchschnittlich 37.100 Euro brutto pro Jahr. Mit fünf bis zehn Berufsjahren liegen die Einkommen im Schnitt bei 52.700 Euro. Die Spitzenverdiener unter den Bilanzbuchhaltern erzielen Gehälter von über 70.000 Euro brutto pro Jahr. (Conrad Pramböck, 27.5.2014)

Conrad Pramböck ist Experte für Gehalts- und Karrierefragen. Er leitet bei der Personalberatung Pedersen & Partners den Geschäftsbereich Compensation Consulting.

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