WhatsApp-Konkurrent Kakao Talk fusioniert mit Portal Daum

26. Mai 2014, 18:09
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Kurztextdienst will sich stärker im Ausland aufstellen 

Smartphone-Nachrichtendienst Kakao Talk will durch eine Fusion mit dem zweitgrößten Internetportal des Landes seine Wettbewerbsfähigkeit im In- und Ausland stärken. Der Zusammenschluss mit dem börsennotierten Daum Communications zu Daum Kakao soll bis zum Oktober abgeschlossen werden, sagte eine Sprecherin von Kakao Talk am Montag.

Mit der Fusion wollen beide Unternehmen nach eigenen Angaben ihre Präsenz im Internet ausbauen und die Expansion im Ausland vorantreiben. Durch den Deal würde Kakao mit 3,1 Billionen Won (etwa 2,22 Milliarden Euro) bewertet. Für jede Aktie sollen die Anteilseigner von Kakao 1,56 Anteile am neuen Unternehmen erhalten. Daum will dazu 43 Millionen neue Aktien an die Kakao-Aktionäre ausgeben.

Fusion

Es ist das jüngste Fusionsabkommen im Bereich des Markts für mobile Kurztext-Anwendungen. Im April hatten die US-Regulierer den Kauf des Kurznachrichtendienstes WhatsApp durch Facebook genehmigt. Das Online-Netzwerk zahlt für WhatsApp 19 Mrd. Dollar (13,94 Mrd. Euro). Zum Vergleich: WhatsApp hat inzwischen rund 480 Millionen Kunden. Konkurrent Kakao Talk, der inzwischen auch auf Deutsch verfügbar ist, kommt weltweit auf 140 Millionen Nutzer.

Mit ihrem geplanten Zusammenschluss wollen sich Kakao und Daum auch stärker gegen das führende südkoreanische Internetportal Naver positionieren. Zu Naver gehört auch der Messenger-Dienst Line mit etwa 400 Millionen Nutzern.

"Kakaos Wettbewerbsfähigkeit auf mobilen Plattformen und Daums Know-how bei Inhalten und Geschäftsdienstleistungen werden das Wachstum ankurbeln", sagte Daum-Chef Cho Sae Hoon vor Journalisten in Seoul. Nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap wird Daum Kakao das zweitgrößte Unternehmen sein, dessen Aktien im Technologieindex Kosdaq der südkoreanischen Aktienbörse notiert sind. Daum hat rund 2.600 und Kakao 600 Beschäftigte. Anfang dieses Jahres hatte Kakao Pläne für einen Börsengang für 2015 fallen gelassen. (APA, 26.5. 2014)

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