EU-Entscheidung über Kauf von deutscher E-Plus erneut verlängert

26. Mai 2014, 14:53
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Aus verfahrenstechnischen Gründen auf 10. Juli verschoben

Die EU-Kommission lässt sich mit der Prüfung des geplanten 8,6 Mrd. Euro schweren Kaufs von E-Plus durch Telefonica Deutschland noch länger Zeit. Aus verfahrenstechnischen Gründen werde eine Entscheidung erst am 10. Juli gefällt, teilte Telefonica am Montag mit.

Ursprünglich sollte die Untersuchung bereits im Mai abgeschlossen werden, doch wurden die Termine mehrfach verschoben. Zuletzt war der 3. Juli genannt worden. Die erneute Verlängerung sei in einem solchen Verfahren normal, fügte ein Sprecher von Telefonica Deutschland hinzu.

8 Mrd. Euro

Telefonica Deutschland mit der Marke O2 will E-Plus von dem niederländischen KPN-Konzern für mehr als 8 Mrd. Euro kaufen. Die EU-Kommission hat den Mitte 2013 angekündigten Kauf intensiv unter die Lupe genommen, da die Wettbewerbshüter fürchten, dass nach dem Zusammenschluss die Mobilfunkpreise in Deutschland steigen.

Telefonica Deutschland machte mehrere Zugeständnisse und bietet unter anderem Starthilfe für einen neuen Wettbewerber an. Sollte der Kauf über die Bühne gehen, würden der dritt- und viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland hinter dem Marktführer Deutsche Telekom und Vodafone fusionieren. Auf dem Markt gäbe es dann nur noch drei anstatt vier Anbieter. (APA, 26.5. 2014)

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