Diamantene Exoplaneten vermutlich keine Seltenheit

Ansichtssache1. Juni 2014, 21:39
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foto: haven giguere/yale university

Diamant-Welten häufiger als gedacht

Die Erde besteht zu etwa 0,005 Prozent aus Kohlenstoff. Astronomen glauben, dass es sich bei den meisten felsigen Exoplaneten ähnlich verhält und sie nur einen geringen Kohlenstoff-Anteil besitzen. Im Oktober 2012 jedoch wurde eine sogenannte Supererde mit dem doppelten Durchmesser unseres Heimatplaneten entdeckt, die zu einem erheblichen Teil aus Kohlenstoff zu bestehen scheint. Wie die Illustration oben zeigt, könnte der als 55 Cancri e bezeichnete Exoplanet aus regelrechten Schichten von Graphit und Diamant bestehen.

Modellrechnungen von US-Wissenschaftern von den Universitäten Yale und Cambridge legen nun nahe, dass Exoplaneten wie 55 Cancri e keine Seltenheit sein müssen. Tatsächlich dürfte es sogar eine Vielzahl dieser Diamant-Welten geben. Ihrer Einschätzung nach können sich die Bedingungen innerhalb der protoplanetaren Scheibe rund um einen neugeborenen Stern allmählich soweit ändern, dass selbst Systeme mit einem zunächst ungünstigen Mengen-Verhältnis von Kohlenstoff zu Sauerstoff Kohlenstoff-reiche Planeten hervorbringen. Die Erkenntnisse werfen neue Fragen über Oberflächenbeschaffenheit, Klima, plattentektonische Phänomene und nicht zuletzt auch Habitabilität auf solchen Exoplaneten auf.

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