Mehr Gehalt für Finanzprofis

30. Mai 2014, 08:09
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Laut Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half sollen Österreichs Finanzexperten stärker von Gehaltsteigerungen profitieren als ihre europäischen Kollegen

Regelmäßig - einmal im Jahr - klopft der Personaldienstleister für Fach- und Führungskräfte im Finanz- und Rechnungswesen durchschnittliche Gehaltsentwicklungen ab. So wurden auch dieses Jahr 2431 Chief Financial Officers (CFO) aus 16 Ländern befragt - mit optimistisch stimmenden Ergebnissen für österreichische Finanzexperten.

Während durchschnittlich etwa jeder dritte CFO (34 Prozent) aus sieben europäischen Ländern steigende Fixgehälter beobachtet, sind es in Österreich 39 Prozent, so die Studienautoren. Ebenso liegen die Erwartungen österreichischer CFOs in Sachen Bonuszahlungen über dem europäischen Mittelwert von 20 Prozent, heißt es weiter.

Höhere Boni

In Österreich rechnet laut Erhebung jeder vierte Studienteilnehmer (25 Prozent) im Jahr 2014 mit höheren Boni. Nicht nur sei der erwartete Einkommensanstieg der befragten CFOs einer optimistischen Einschätzung der wirtschaftlichen und unternehmenseigenen Entwicklung geschuldet, so Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany, Robert Half, auch zwei weitere Treiber seien denkbar.

Zum einen sei es aktuell schwieriger für CFOs geeignetes Personal für neu geschaffene, wie auch bereits bestehende Positionen zu finden. Zum anderen sorgen sich Führungskräfte um eine potenzielle Abwanderung von Top-Führungskräfte in andere Unternehmungen, heißt es weiter.

Spitzenreiter China

Besser als in Österreich stehen im europäischen Vergleich nur die Finanzexperten in Deutschland (29 Prozent der CFOs rechnen mit Gehalts- bzw. Bonuserhöhungen) und Großbritannien (26 Prozent der CFOs rechnen dort mit Gehalts- bzw. Bonuserhöhungen) da. Im internationalen Vergleich schneiden Übersee-Länder mit zum Teil stark wachsenden Volkswirtschaften am besten ab.

So etwa in Brasilien: Dort rechnen etwa 58 Prozent der befragten Finanzchefs mit steigenden Einkommen. In Neuseeland sind es 60 Prozent und in Hongkong sowie China liegt dieser Wert bei 69, respektive 70 Prozent.

Auch bei den erwarteten Bonuszahlungen setzt sich China mit großem Abstand an die Spitze: Die Mehrheit der Befragten gehe von steigenden Bonuszahlungen aus (60 Prozent), heißt es. Platz zwei in Sachen erwartete Boni belegt Hongkong mit 43 Prozent. An dritter Stelle stehen Brasilien, Singapur und Australien mit jeweils 37 Prozent. (red, derStandard.at, 26.5.2014)

  • Finanzvorstände erwarten mehr auf dem Konto.
    foto: archiv

    Finanzvorstände erwarten mehr auf dem Konto.

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