Arbeiterkammer-Wahlen: Gesamtergebnis bestätigt Verluste für ÖAAB

23. Mai 2014, 15:27
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Wahlbeteiligung fiel unter 40 Prozent - Wahl des Präsidenten der Bundesarbeitskammer am 17. September

Wien - Das nun vorliegende Endergebnis der Arbeiterkammer-Wahlen 2014 hat die Verluste für den ÖVP-Arbeitnehmerbund (ÖAAB-FCG) bestätigt. Insgesamt büßten die Christgewerkschafter fast vier Prozentpunkte auf 21 Prozent ein. Die Sozialdemokraten (FSG) konnten um knapp 1,4 Prozentpunkte auf 57,2 Prozent zulegen. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung fiel von 43,8 Prozent im Jahr 2009 auf nun 39,77 Prozent.

Mit dem am Freitag vorgelegten endgültigen Ergebnis aus Niederösterreich liegt nun auch ein Gesamtergebnis der AK-Wahlen für ganz Österreich vor. Demnach entfielen von den 1.092.182 gültigen Stimmen auf die FSG 57,16 Prozent (2009: 55,81 Prozent), auf den ÖAAB-FCG 21,03 Prozent (2009: 24,94 Prozent), auf die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) 9,68 Prozent (2009: 8,71 Prozent), auf Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen (AUGE/UG) 6,01 Prozent (2009: 4,68 Prozent) sowie auf den Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) 1,35 Prozent (2009: 0,87 Prozent). Nicht ganz fünf Prozent entfielen auf Listen, die nur in einzelnen Bundesländern antraten.

Voraussichtliche Wiederwahl Kaskes am 17. September

Insgesamt waren in den neun Vollversammlungen der AK-Länderkammern 840 Mandate zu vergeben. Diese teilen sich nun folgendermaßen auf: FSG 489 Mandate, ÖAAB-FCG 185 Mandate, FA 81 Mandate, AUGE/UG 47 Mandate. 38 Mandate entfallen auf kleinere Listen.

In der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer, die von den Länderkammern beschickt wird, teilen sich die 67 Mandate folgendermaßen auf: FSG 49 Mandate (+2), ÖAAB-FCG 13 (-3), FA 4 (+1), AUGE/UG 1 (+/-0).

Die konstituierende Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer mit der voraussichtlichen Wiederwahl von Rudolf Kaske als Präsident findet am 17. September statt.

In allen Bundesländern wurden die Präsidenten in ihrem Amt bestätigt. Sie konnten ihre absoluten Mehrheiten verteidigen und zum Teil beträchtlich ausbauen. Wie schon bisher stellt die FSG in sieben Länderkammern die absolute Mehrheit, in Tirol und Vorarlberg konnte der ÖAAB-FCG die absolute Mehrheit halten. (APA, 23.5.2014)

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